Entspannung zwischendurch

Was kann man bei dieser Hitze eigentlich noch machen? Einfach entspannen! Also: Der Winkekatze zusehen (oben) und meditieren – oder eine „achtstündige Getränkemeditation“ (Christian Steiffen) einlegen, s. hier:

Dank an Saskia für den Hinweis auf C.S.!

Handyverbot an Schulen in Frankreich


Ganz wichtig bei der Smartphone-Nutzung: Essen ablichten und das Foto präsentieren (hier übrigens wirklich gutes Essen von MALi!)

Zum Beitrag Handyverbot an Schulen in Frankreich: Nur wenige Ausnahmen aus der TAZ.

Auf Smartphones wird – neben dem Wegdriften des Geistes aus dem Unterricht – auch nur das digital nachgebildet, was meist auch in der realen Welt‎ existiert. Daher meine Frage zum Kommentar der TAZ zum französischen Gesetz: ‎Waren analoges Briefeschreiben, Zeitungslesen, Schachspielen, in Einkaufskatalogen blättern und nebenbei Urlaubsfotos anschauen jemals im Schulunterricht erlaubt? Und warum soll dies heute nicht mehr als Ablenkung aufgefasst werden? Nur weil dies in einem strombetriebenen Kästchen geschieht, soll es plötzlich eine notwendige Vorbereitung auf das Leben außerhalb der Schule sein?
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Kunst Fenster

KUNST FENSTER nennt sich eine Aktion in Miltenberg, bei der leerstehende Schaufenster (und die gibt es hier reichlich – wie in wohl jeder Kleinstadt) mit Kunst aufgewertet werden sollen. Denn „leere Schaufenster, zugeklebte Scheiben passen nicht in das sympathische Bild einer lebendigen Stadt“, wie die Initiatorinnen in einem begleitenden Faltblatt festhalten. Derzeit ist es nur ein Fenster, belegt mit hochkarätigen Arbeiten von Michael Morgner, sinnvoll ergänzt um ausdrucksstarke Skulpturen von Gabriele von Lutzau.
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Ausstellung Ben Willikens

Es ist mal wieder soweit. In meinem Museum vor der Haustüre steht eine neue Sonderausstellung an: Ben Willikens. Die Fotos oben entstanden noch vor der Beschriftung und endgültigen Hängung. Sie geben nur einen sehr schlechten Eindruck wieder von den tiefen und erhaben, aber auch kühl und ängstigend wirkenden Gemälden.
Ab Freitag dieser Woche ist die Ausstellung geöffnet. Hingehen: Museum.Burg.Miltenberg

Tourismus: erledigt!

Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.

Dieses Zitat wird Hans-Magnus Enzensberger zugeschrieben. Wir müssen Enzensberger nicht verstehen in all seinen sich widersprechenden Aussagen, seinen Wendungen. Aber mit diesem Satz – gesetzt den Fall, er stammt von ihm – liegt er richtig. Was also tun? In jedem Fall: kein Tourist mehr sein. Sich der Welt anders nähern. Lieber hier als dort (bei den von uns zu Exoten Verklärten) sein. Forscher sein statt Tourist. Und die maskuline Form gilt hier auch für Frauen, Transgender, Intersexuelle etc. Auch diesen bitte nicht als Tourist nähern!

Duo Henklein

Ernst Henklein betreibt heute das letzte Café in Katzhütte/Thüringen. Zu DDR-Zeiten war er so etwas wie ein Promi der (wie man im Westen gesagt hätte) volkstümlichen Musik. Das Café heißt nach seiner einstigen Band: Duo Henklein. Nun ist er frustriert. Kaum einer kennt ihn noch in Gesamtdeutschland; Katzhütte, das einst Ausflugsziel Tausender von Gästen war, ist nun dem Untergang geweiht und stirbt aus. Das konnten wir erfahren, als wir bei unserem Thüringen-Urlaub ganz zufällig auf Ernst Henklein in seinem Café trafen. Wir – Dagmar, MALi und ich – waren die einzigen Gäste.

Es sei im Folgenden belegt, dass die DDR-“Volks“musik auch nicht besser war als die im Westen. Schlechter auch nicht. Hört selbst:

Im Labyrinth-Garten

Eine der schönen Seiten der Kunst liegt darin, dass du niemals sagen kannst, du hättest schon alles gesehen. Überascht war ich in den letzten Tagen vor allem vom Garten der Labyrinthe in Kamsdorf/Thüringen. Darin nicht nur kleinere Labyrinthe mit ihrer besonderen Idee, die so garnichts mit den fälschlich gleichgesetzten Irrgärten zu tun hat, sondern aiuch viele Kunstwerke.
War übrigens eine schöne Zeit in Thüringen, auf die ich wohl nochmal eigehen werde. Danke an Dagmar und MALi.

Eigentümlich, eigensinnig, eigenial

Aktionskunst? Kunstaktion? Oder Aufklärung?

Toter deutscher Soldat vor Moskau

Toter deutscher Soldat vor Moskau, Dezember 1941
02.07.2018
Tinte und Permanent Marker auf Papier
21 × 14,8 cm