Die Beschriftung war noch nicht angebracht …

… die Bilder für die neue Sonderausstellung hingen aber schon, als ich gestern im Museum.Burg.Miltenberg war. Ein Lob an Hausmeister Martin Ripperger, der trotz einiger Widrigkeiten die Bilder alle in gleicher Höhe hängen konnte. Dadurch – und selbstverständlich durch die Bildinhalte – entsteht ein sehr beruhigender, ein meditativer Eindruck, etwas also, das in unserer Zeit so wichtig und dem Trend der kapitalen Maschine wie des eventgeilen Freizeitverhaltens entgegengesetzt ist. Wenn die Vernissage herum sein wird, dann sind die Bilder von Udo Kaller bis 1. Juli zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Es ergeht schonmal eine Empfehlung.

Ein kleines Gespräch mit Museumsleiter Hermann Neubert am Tisch vor dem Imbiss-Kiosk auf der Mildenburg schloss sich gestern an und brachte einige Hinweise auf künftige Aktivitäten. Es bleibt sehr spannend im Miltenberger Burgmuseum (so viel sei verraten!).

Mit 12M26 bei Fritz Schaefler

Text übernommen aus kunst.blogsport.de

Wir hatten mit wenigen Teilnehmenden gerechnet, waren dann aber erfreut, dass zehn Menschen Interesse hatten, gemeinsam zur Ausstellung der expressionistischen Werke von Fritz Schaefler nach Aschaffenburg zu fahren. Im Kirchner-Haus führte uns Anne Hundhausen höchst informierend und begeisternd durch die Sammlung von Gemälden, Holzschnitten, Zeichnungen etc. Sie verglich das Werk des in Eschau (Kreis Miltenberg) geborenen Schaefler mit dem des in Aschaffenburg zur Welt gekommenen Ernst Ludwig Kirchner, wobei Letzterer insoweit besser abschnitt, als er kompromissloser, radikaler in seiner Kunst war.

Anschließend ging es noch in den Schlappeseppel zur Nachbesprechung der Ausstellung. Auch die Rückfahrt mit der Westfrankenbahn diente der Diskussion über das Gesehene, das Erlebte.

AfD wütend, katholischer Verlag erwähnenswert

Wie christlich ist die AfD? Das fragte sich der katholische Echter-Verlag in Würzburg. Herausgekommen ist eine 32seitige Broschüre mit leeren Seiten. Denn, so der Verlag, es ist nichts Christliches zu finden bei den Knallrechten.
Gut gemacht, Echter-Verlag!
Und die AfD will jetzt klagen. Gegen die Wahrheit?

Die Tradition aller toten Geschlechter


Zitat oben: Ernst Bloch, Gemälde: Mapec

Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce. …
Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen. Die Tradition aller toten Geschlechter lastet wie ein Alp auf dem Gehirne der Lebenden. Und wenn sie eben damit beschäftigt scheinen, sich und die Dinge umzuwälzen, noch nicht Dagewesenes zu schaffen, gerade in solchen Epochen revolutionärer Krise beschwören sie ängstlich die Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste herauf, entlehnen ihnen Namen, Schlachtparole, Kostüm, um in dieser altehrwürdigen Verkleidung und mit dieser erborgten Sprache die neuen Weltgeschichtsszene aufzuführen.

aus: Karl Marx – Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte (1852), zitiert nach: MEW Bd. 8, S. 115

In Kultur und Politik, in Kunst und (linken) Organisationen gibt es dieses von Marx so früh schon beschriebene Phänomen noch heute: Neues schaffen wollen, aber die Form des Alten nicht verlassen können, da die Angst vor der Unsicherheit zu groß und die Kreativität zu klein ist.

Und dann gibt es noch jene geistig Minderbemittelten, die erbärmlicherweise gar kein Neues schaffen wollen, sondern von vorn herein das Alte zur Auferstehung treiben möchten. Dies sei nur erwähnt, um festzuhalten, dass solches Denken und Tun zwar eine beständige Gefahr darstellt, sonst aber hier nicht erwähnenswert ist.

Brandmale – Kunst und Verletzungen

Vernissage zur Ausstellung „Brandmale“
Freitag, 16. März, 20 Uhr, Café fArbe, Miltenberg:
Vortrag in Form eines Interviews zwischen der ausstellenden Künstlerin Dagmar Wirth und Mapec
(dazu Percussion-Improvisationen, ebenfalls von D. Wirth und Mapec)


Dagmar Wirth am Donnerblech und Mapec an Snare und Becken; zum Einsatz kamen auch Glockenstäbe, Shekere, Kalimba und Fahrradklingel

Medien-Information des Veranstalters:

„Brandmale“ nennt sich eine Ausstellung mit neuen Gemälden von Dagmar Wirth, die ab dem 17. März im Caitas-Treffpunkt Café fArbe zu sehen ist. Vernissage ist einen Tag zuvor.
Nach unbefriedigenden Erst- und Zweitberufen entschloss sich Dagmar Wirth zum Studium der Kunsttherapie. Parallel dazu verstärkte sie das eigene künstlerische Schaffen, was am Ende des Studiums in erste Ausstellungen mündete. „Gezeichnet habe ich aber schon als Kind und Jugendliche gern“, betont die bei Würzburg lebende Künstlerin. (mehr…)

„Die Dinge hinter den Dingen“

Wieder, wie schon in den Jahren 2016 und auch 2017, war ich – diesmal mit Jutta und Jutta, Kerstin und Matthias – beim Aschermittwoch der Künstler (die Künstlerinnen kommen tatsächlich im Titel nicht vor) in Würzburg. Diesmal in der Kirche St. Kilian im Juliusspital und danach im Kulturspeicher, dem Kunstmuseum der Stadt Würzburg. Nach einer Kurzführung gab es das obligatorische Essen: Heringssalat mit Kartoffel, was wir dann auch dringend benötigten, denn der Magen hing schon ziemlich durch, zog sich doch alles wieder sehr in die Länge. Trotzdem: Es hat sich erneut gelohnt. Ein schöner Kunsttag, die Kirche ging demonstrativ nach außen, nutzte nicht das eigene Museum oder ein eigenes Tagungshaus, sondern eine öffentliche Einrichtung, das Museum der Stadt. Und zwei Tage später präsentierte die Diözese – rund ein Jahr früher als von mir erwartet! – den neuen Bischof. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.
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Tipps

übernommen aus kunst.blogsport.de


Jutta Winterheld: Christuskopf (1996), hängt im Franziskushaus Miltenberg

Nun stehen sie fest, die Sonderausstellungen im Museum.Burg.Miltenberg: Ab dem 6. April bis zum 1. Juli zeigt Udo Kaller unter dem Titel Die weiße Schale seine Werke. Mit dem 27. Juli beginnt dann die Ausstellung von Ben Willikens (bis zum 1. November).

Wenn wir schon bei Terminen sind, dann noch zwei der Miltenberger Künstlerin Jutta Winterheld (ein älteres Werk von ihr haben wir oben abgebildet): Am 2. Juni eröffnet sie ihre Einzelausstellung mit abstrakter Malerei in der Remisengalerie Hanau und am 23. Juni – zusammen mit Burghard Müller-Dannhausen – in der Galerie Abteigasse 1 in Amorbach.

Das Stachel feat. Mapec: Wohl bekomms


aus der 7-Track-CD (free download) „Gute Reise“ von Das Stachel, 2018
http://trashrave.blogsport.eu/
Kompletter Download: https://soundcloud.com/das-stachel

Das Stachel feat. Mapec:

Zwischen allen Stühlen

Beim Hinweis auf Facebook zur Verlinkung meines letzten Beitrags habe ich Folgendes angefügt:

Ja, ich mute einigen von Euch mal wieder was zu: ein Lob auf einen Kirchenmann. Aber so bin ich nunmal: sitzend zwischen allen Stühlen. Den herkömmlichen Christinnen und Christen zu links, den Linken zu christlich, den Parteivertretern zu unparteilich, den Parteilosen zu parteiergreifend, den ewigen Zauderern zu forsch und den neoliberal-nassforschen Hasardeuren zu nachdenklich. Aber da – zwischen den Stühlen – kann man auch nicht von einem Stuhl runterfallen. Auch was wert.

Solidarität mit Franziskus!

Tatsächlich bin ich kein großer Freund von Online-Petitionen und dergleichen. Das ist recht unverbindlich, täuscht mehr vor, als es wirklich an Substanz hat, ist zu offensichtlicher Ersatz für wirkliches Engagement und wird daher kaum ernst genommen. Allerdings wusste ich bisher auch nicht so recht, wie ich meine Solidarität für den Kurs von Papst Franziskus ausdrücken und seinen reaktionären Gegnern eine einschenken könnte. Da kam mir dieser Online-Brief gerade recht, den ich heute als fünfundsechzigtausendsiebenhundertsiebenundfünfzigste Person unterzeichnete: (mehr…)