Archiv der Kategorie 'KUNST: MALEREI & SKULPTUR'

Kunst kann vorwegnehmen, was die Gesellschaft noch zu erbringen hätte

Ansprache zur Vernissage der Ausstellung mit Werken von Gunhild Schneider am 7. Juli 2017, Café fArbe, Miltenberg

Als ich die schon seit einigen Tagen hier im Café fArbe hängenden Bilder zum ersten Mal bewusst ansah, hatte ich gleichzeitig zwei Empfindungen. Die eine sagte mir, dass das keine Neuerfindung der Kunst ist, nichts, was ich nicht in ähnlicher Weise schon anderswo gesehen hätte, so mein Eindruck. Die zweite fast gleichzeitige Empfindung sagte mir: Das, was du hier siehst, ist gut! Versuchen wir also, diesen beiden Eingebungen, die nicht unbedingt sofort deckungsgleich zu bringen sind, nachzugehen. (mehr…)

Eine Brunnenskulptur als Beispiel für einfach schlechte Kunst

Man stelle sich mal vor: Die Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt werden von den umliegenden Ortschaften verhöhnt. Wie zum Beispiel die Miltenberger als „Staffelbrunser“. Weil, wie die historisch bestreitbare Behauptung es will, die Bürgerinnen und Bürger der Kreisstadt weit überdurchschnittlich oft von den Stufen (= Staffeln) vor den Häusern – oder auch an diese, wie eine andere Lesart behauptet – uriniert haben sollen. Nun würde in jeder einigermaßen als intelligent gelten wollenden Stadt so etwas mit dem Blick der Verachtung gestraft werden. Man würde sich ganz einfach nicht zu diesem Dünnpfiff der Nachbarn äußern. Nicht so in Miltenberg am Main. Hier ist der gemeine Mann und die ebenso gemeine Frau sogar stolz auf diesen urinösen Namen, der ihnen einst zum Zwecke des höhnischen Spotts verliehen worden war. Nicht nur das: Sie nehmen echtes Geld in die Hand und lassen sich ein Staffelbrunser-Denkmal setzen: Drei Jungs, die in hohem Bogen urinieren. Das Ganze als Brunnen in Bronze gegossen.

Der ganze Beitrag findet sich bei kunst.blogsport.de.

Was ist Kunst?

Rede, gehalten anläßlich der Vernissage der Gruppe FarbMagie am 18. Juni 2016 im Caritas-Treffpunkt Café fArbe, Miltenberg

Pablo Picasso wird das folgende Zitat zugeschrieben: „Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.“ Ob heute jedes Kind noch Künstler oder Künstlerin sein darf, wie dies zu Picassos Zeiten, also in spanischem Bürgerkrieg, Weltkrieg und Faschismus, wohl auch nicht wirklich war, das sei in Fra­ge gestellt. Denn angesichts von Kulturindustrie, Massenbespaßung mittels TV und Internet, weltweit nor­miertem Konsum- und Freizeitverhalten erscheint es fraglich, ob Kinder noch die Chance zur Entwicklung kindlicher Kreativität erhalten.
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HEIMAT : GRENZEN : LOS

Wer schon immer wissen wollte, wie das geht, das Aufbauen einer Ausstellung, der oder die kann jetzt mal zusehen.

Impressionen vom Aufbau eines Teils der bevorstehenden Ausstellung:

Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich

Anmerkungen zu Kunst und Psyche

Ansprache zur Ausstellung der Malerin CyBer – Titel: Spiegelungen – Vernissage am 16.10.15 im Café fArbe, Miltenberg, gekürzt um Einleitung, Danksagungen und aktuelle Hinweise

Die Kreativität hat die Künstlerin väterlicherseits vermittelt bekommen. So verwendete sie schon in frühen Jahren den Aquarellkasten des Vaters, um sich künstlerisch zu betätigen, wenngleich ihre Bilder damals eher im Briefmarkenformat waren. Dass die Kindheit nicht immer problemfrei verlaufen sein kann, zeigt nicht nur der Umstand, dass sie den väterlichen Aquarellkasten nur heimlich nutzen konnte. Die problematische Kindheit und was diese mit der Kunst von CyBer zu tun hat verrät uns mehr noch ein Gedicht der Künstlerin, das ich hier zitieren möchte. Es trägt den Titel „Gedanken“: (mehr…)

Die Sichtweise der Maria Lehnen

Anhand der Sonderausstellung „Sterne, Wölfe und andere Menschen“ sowie ihrer Exponate im Museum.Burg.Miltenberg habe ich mich mit der Künstlerin Maria Lehnen auseinandergesetzt. Mit einem Klick auf das obige Bild öffnet sich die PDF-Datei (5 Seiten, 528 KB).

Zwischen Sachbeschädigung und Bereicherung der Welt, zwischen Kritik und Nonsens

Anmerkungen zur Streetart
Rede zur Vernissage im Jugendzentrum ThirTeen, Miltenberg am 27. März 2015
(gekürzt um Begrüßung und Schlußwort)

Streetart. Das klingt nach Vandalismus und Beschädigung fremden Eigentums, nach Aufstand und Zerstörung. Zumindest, wenn wir an deutschen Stammtischen oder in Boulevard-Redaktionen nachfragen. Gemeint ist dann das Sprühen an öffentlichen oder privaten Gebäuden. Außer acht bleibt dabei, dass es dieses Sprayen schon bis in die bedeutendsten Museen geschafft hat.

Tatsächlich hat Streetart ursprünglich viele Momente des Unangepassten, des Anderen, des Protestes. Schon die Tatsache, dass beim nicht-musealen, also illegalen Sprühen niemand erkannt werden will, führt dazu, dass hier die Künstlerinnen und Künstler anonym bleiben müssen. Und dies steht im radikalen Widerspruch zur sonstigen Kunstszene, wo die Erkennbarkeit der Kunstschaffenden ein wichtiges und verkaufsförderndes Merkmal ist. Ein Werk von Josef Beuys wäre ohne die Zuordnung zu ihm wohl für maximal zehn Prozent dessen verkaufbar, was es mit dem Namen Beuys erzielen kann. Und das gilt auch für Werke von z.B. Albrecht Dürer. Ganz abgesehen davon, dass wir hier den Umstand attestieren müssen, dass nicht selten ganz offenbar nicht die Qualität des Werkes, sondern der Name des Künstlers bzw. der Künstlerin preisbildend ist – ganz abgesehen davon sehen wir hier, wie sich Streetart dem Kunstmarkt ursprünglich verweigerte und schon damit dissident war – und großteils auch noch immer ist.
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Beitrag für Wikipedia: Mutsuo Hirano

Er hatte bisher keinen Eintrag bei Wikipedia, der Künstler Mutsuo Hirano. Das habe ich gestern geändert, da er meiner Meinung nach ein herausragender Bildhauer ist, der mir gezeigt hat, dass die Arbeit mit Terrakotta nicht etwa nur etwas für künstlerisch interessierte Bankdirektorsgattinnen ist, die sich mal verwirklichen wollen; vielmehr ist es ein ernst zu nehmendes Material, mit dem er herausragende Kunst schafft.
Mir ist aber klar, dass noch mehr Informationen über ihn im Wikipedia-Beitrag sinnvoll sein können. Da diese Enzyklopädie immer weiter entwickelt wird, sind sinnvolle Nachträge jederzeit möglich.

Hier sind einige der Terrakotta-Arbeiten von Mutsuo Hirano zu sehen; das Portrait auf den Bildern von Thomas Lange zeigt auch immer wieder ihn.

Der Urspungstext, den ich auf Wikipedia gesetzt habe, sei hier wiedergegeben, da sich – wie gesagt – die Einträge dort auch verändern können:
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Die Malerin Martina Pechtold

Eine Würdigung mit Hinweisen zu den Beispielen auf ihrer Homepage

Dem Tod ins Auge gehen, 90 × 90 cm, Tusche und Acryl sowie Fossil eines Ammonit auf Leinwand, Teilansicht

Werkzyklus „Frau“

Am Anfang des Schaffens von Martina Pechtold stehen Frauenbilder, verschiedenste Motive, unterschiedliche Materialien und Techniken, gegenständliche und abstrakte Malweise verschmelzen; es ist die Beschäftigung der Künstlerin mit sich selbst, mit ihrem Eigenen wie mit dem, was aus einem Menschen gemacht ist, der als Frau zur Welt kommt.
Am Anfang die Beschäftigung mit sich selbst zu setzen ist sinnvoll. Und es scheint ebenso sinnvoll, möglichst viele Materialien und Möglichkeiten auszuprobieren, um sie kennenzulernen, zu erfassen, ihre Tauglichkeit zu prüfen.

--> Einige Beispiele zum Werkzyklus Frau 1995 – 2000
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Die Überwindung des Leides darstellen

Ausführungen zu den Bildern von Jutta Winterheld auf Video
&
die komplette Ansprache bei der Vernissage zur Dauerausstellung im Franziskushaus:

Die Überwindung des Leides darstellen
Ansprache anlässlich der Eröffnung der Dauerausstellung mit Bildern von Jutta Winterheld im Franziskushaus, Miltenberg
(Vernissage in der Klosterkirche Miltenberg, 25.05.14)
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