Archiv der Kategorie 'KUNST: LITERATUR'

Yohazid und der Herrgott – mit Ruhe und Krach

Kürzlich erhielt ich einen Link zugesandt. Ich gebe diesen gerne weiter, möchte aber noch etwas zu dem Werk sagen, das mich auf diese Weise erreichte und das ich am Tag, als ich es erhielt, sofort durchgelesen habe. Es handelt sich um die PDF-Fassung der 77seitige Broschüre „Herrgotts Ruh und Herrgotts Krach“ von Yohazid. (mehr…)

Freiheit und Glück

In einigen Tagen jährt sich der Tod von Peter-Paul Zahl zum zweiten Mal; Grund genug, einen Beitrag von mir – der 2011, kurz nach seinem Tod für die Monatszeitung analyse & kritik geschrieben wurde – hier neu zu veröffentlichen und damit nochmals PPZ die Ehre zu erweisen.

„Freiheit und Glück“
Zum Tod von Peter-Paul Zahl

Er hat vielen meiner Generation eine wichtige Lektion erteilt und uns dadurch mit einem Teil der Literatur versöhnt. Denn plötzlich waren Gedichte nichts mehr für vertrottelte Pseudoromantiker, sondern hatten etwas mit unserem Leben, unseren Auseinandersetzungen, unseren Ideen zu tun. Insoweit war seine Lyrik sogar wichtiger als die von Bert Brecht, der schließlich 1956 starb, also beim besten Willen nichts mehr zu Brokdorf oder dem Deutschen Herbst sagen konnte. Und da war auch noch „Die Glücklichen“, ein linker Roman, der weder in der russischen Revolution, noch im Nazi-Widerstand angesiedelt war, sondern mitten unter uns spielte, der nicht trocken-bierernst daherkam, sondern leicht und kraftvoll. Wir waren begeistert. Und nun lebt er nicht mehr, der Peter-Paul Zahl, starb auf Jamaika im Alter von 66 Jahren. (mehr…)

Wir haben unser Blaues Wunder erlebt

Foto oben: Mapec (links) und >Lucky< bei einem "Blauen Wunder am Blauen Klavier" in Aschaffenburg

Am 30. November 2012 starb Peter >Lucky< Kraft. Er war der Initiator sowohl des Aschaffenburger Poetry Slams als auch der Veranstaltungsreihe „Blaues Wunder am Blauen Klavier“. Auf der regionalen Seite kommunal befindet sich ein Beitrag von mir, der aus diesem Anlass in Erinnerung gerufen sei.

Das Auslösen des Beißreflexes

oder: Warum so erhellend ist, worauf nicht reagiert wird

Es ist das Auslösen,
das kenntlich macht,
was ist –
und das Erkenntnis
auslösen kann.

Anfang April 2012 veröffentlichte der Schriftsteller Günter Grass ein Gedicht, in dem er den Staat Israel angriff. Eine Attacke gegen den von Jüdinnen und Juden gegründeten Staat ist in Deutschland weder selten noch unzulässig. Allerdings bekam Grass – neben massiver Zustimmung in den Leserbriefspalten der Zeitungen, an Stammtischen und bei den Ostermärschen der Friedensbewegung – auch Kritik, der ich mich teils anschließend konnte. Um meine konkrete, meine eigene Kritik zu formulieren, wählte ich ebenfalls ein Gedicht, um damit eine etwas andere Form der Informations- bzw. Meinungsvermittlung zu nutzen, um meine Reaktion anders zu verpacken, ohne gleich beim Infotainment zu landen. (mehr…)