Archiv für März 2018

Mit 12M26 bei Fritz Schaefler

Text übernommen aus kunst.blogsport.de

Wir hatten mit wenigen Teilnehmenden gerechnet, waren dann aber erfreut, dass zehn Menschen Interesse hatten, gemeinsam zur Ausstellung der expressionistischen Werke von Fritz Schaefler nach Aschaffenburg zu fahren. Im Kirchner-Haus führte uns Anne Hundhausen höchst informierend und begeisternd durch die Sammlung von Gemälden, Holzschnitten, Zeichnungen etc. Sie verglich das Werk des in Eschau (Kreis Miltenberg) geborenen Schaefler mit dem des in Aschaffenburg zur Welt gekommenen Ernst Ludwig Kirchner, wobei Letzterer insoweit besser abschnitt, als er kompromissloser, radikaler in seiner Kunst war.

Anschließend ging es noch in den Schlappeseppel zur Nachbesprechung der Ausstellung. Auch die Rückfahrt mit der Westfrankenbahn diente der Diskussion über das Gesehene, das Erlebte.

AfD wütend, katholischer Verlag erwähnenswert

Wie christlich ist die AfD? Das fragte sich der katholische Echter-Verlag in Würzburg. Herausgekommen ist eine 32seitige Broschüre mit leeren Seiten. Denn, so der Verlag, es ist nichts Christliches zu finden bei den Knallrechten.
Gut gemacht, Echter-Verlag!
Und die AfD will jetzt klagen. Gegen die Wahrheit?

Die Tradition aller toten Geschlechter


Zitat oben: Ernst Bloch, Gemälde: Mapec

Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce. …
Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen. Die Tradition aller toten Geschlechter lastet wie ein Alp auf dem Gehirne der Lebenden. Und wenn sie eben damit beschäftigt scheinen, sich und die Dinge umzuwälzen, noch nicht Dagewesenes zu schaffen, gerade in solchen Epochen revolutionärer Krise beschwören sie ängstlich die Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste herauf, entlehnen ihnen Namen, Schlachtparole, Kostüm, um in dieser altehrwürdigen Verkleidung und mit dieser erborgten Sprache die neuen Weltgeschichtsszene aufzuführen.

aus: Karl Marx – Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte (1852), zitiert nach: MEW Bd. 8, S. 115

In Kultur und Politik, in Kunst und (linken) Organisationen gibt es dieses von Marx so früh schon beschriebene Phänomen noch heute: Neues schaffen wollen, aber die Form des Alten nicht verlassen können, da die Angst vor der Unsicherheit zu groß und die Kreativität zu klein ist.

Und dann gibt es noch jene geistig Minderbemittelten, die erbärmlicherweise gar kein Neues schaffen wollen, sondern von vorn herein das Alte zur Auferstehung treiben möchten. Dies sei nur erwähnt, um festzuhalten, dass solches Denken und Tun zwar eine beständige Gefahr darstellt, sonst aber hier nicht erwähnenswert ist.

Brandmale – Kunst und Verletzungen

Vernissage zur Ausstellung „Brandmale“
Freitag, 16. März, 20 Uhr, Café fArbe, Miltenberg:
Vortrag in Form eines Interviews zwischen der ausstellenden Künstlerin Dagmar Wirth und Mapec
(dazu Percussion-Improvisationen, ebenfalls von D. Wirth und Mapec)


Dagmar Wirth am Donnerblech und Mapec an Snare und Becken; zum Einsatz kamen auch Glockenstäbe, Shekere, Kalimba und Fahrradklingel

Medien-Information des Veranstalters:

„Brandmale“ nennt sich eine Ausstellung mit neuen Gemälden von Dagmar Wirth, die ab dem 17. März im Caitas-Treffpunkt Café fArbe zu sehen ist. Vernissage ist einen Tag zuvor.
Nach unbefriedigenden Erst- und Zweitberufen entschloss sich Dagmar Wirth zum Studium der Kunsttherapie. Parallel dazu verstärkte sie das eigene künstlerische Schaffen, was am Ende des Studiums in erste Ausstellungen mündete. „Gezeichnet habe ich aber schon als Kind und Jugendliche gern“, betont die bei Würzburg lebende Künstlerin. (mehr…)