„Die Dinge hinter den Dingen“

Wieder, wie schon in den Jahren 2016 und auch 2017, war ich – diesmal mit Jutta und Jutta, Kerstin und Matthias – beim Aschermittwoch der Künstler (die Künstlerinnen kommen tatsächlich im Titel nicht vor) in Würzburg. Diesmal in der Kirche St. Kilian im Juliusspital und danach im Kulturspeicher, dem Kunstmuseum der Stadt Würzburg. Nach einer Kurzführung gab es das obligatorische Essen: Heringssalat mit Kartoffel, was wir dann auch dringend benötigten, denn der Magen hing schon ziemlich durch, zog sich doch alles wieder sehr in die Länge. Trotzdem: Es hat sich erneut gelohnt. Ein schöner Kunsttag, die Kirche ging demonstrativ nach außen, nutzte nicht das eigene Museum oder ein eigenes Tagungshaus, sondern eine öffentliche Einrichtung, das Museum der Stadt. Und zwei Tage später präsentierte die Diözese – rund ein Jahr früher als von mir erwartet! – den neuen Bischof. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Zur Predigt von Weihbischof Ulrich Boom schreibt die Main-Post: Kindliches Vertrauen auf Gott und Genügsamkeit sind die Voraussetzung für Stärke, Zuversicht und Schaffenskraft. … Wer das Kind in sich nicht verliere, sei letztlich nicht kindisch, sondern könne Vertrauen wie ein Kind, sagte Weihbischof Boom in seiner Predigt. „Gott können wir grenzenlos vertrauen, wie ein Kind seinen Eltern vertraut.“ Außerdem ging Weihbischof Boom auf das Tagesevangelium ein, in dem Jesus Ratschläge gibt, wie das Vertrauen der Menschen gestärkt werden könne. „Almosen meint ja nichts anderes als das Leben zu teilen, aus der Ich-Bezogenheit das Du in den Blick zu nehmen.“ Der Weihbischof bezog sich auf die Worte „Solo Dios basta – Gott allein genügt“, die Teresa von Avila geprägt habe, und betonte damit die Genügsamkeit, die in der österlichen Bußzeit wichtig sei: „Fasten meint mit dem Wenigen, das ich habe und kann, zufrieden zu sein. Das reicht. Nicht das ,immer mehr‘ und ,immer größer‘ macht glücklich, sondern das, was ich bin und habe.“

Das Zitat, das hier als Titel dient stammt übrigens von Dr. Marlene Lauter, Direktorin des Kulturspeicher Würzburg. Sie bezeichnet damit das, was Kunst sucht und sich damit der Spiritualität nähert.

Mehr Infos bietet das regionale Fernsehen:


1 Antwort auf „„Die Dinge hinter den Dingen““


  1. 1 Jutta 17. Februar 2018 um 20:54 Uhr

    Danke, Mapec, für den schönen Bericht zum Künstleraschermittwoch – und die Info zum neuen Bischof!!!
    Liebe Grüße
    Jutta

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