Zum neuen Jahr 2018

Es komme nun ein gutes Jahr,
viel besser als das alte war.
Ich wünsch uns das.

Jedes Problem, ob groß, ob klein
soll unbedrohlich lösbar sein.
Das wär doch was!

Damit wir dann zum Ende sagen:
Es gab mehr Antworten als Fragen.
Drum heb das Glas!


Das Tischfeuerwerk hatte so bedrohliche Namen wie „Horrorbombe“ oder – noch viel schlimmer! – „Spaßbombe“. Wir ließen uns dennoch nicht davon abhalten. So ab halb Zwölf verschickten wir das obige Gedicht an viele nette Menschen. Danach bestaunten wir die Produktion von massenweise Feinstaub und die Verpuffung von ebenso massenweise Geld, sprich: das Neujahrsfeuerwerk, das meine etwas verrückte Katze Lingling diesmal völlig berechtigt total verängstigte und dazu brachte, sich zitternd im Flur in eine Ecke zu setzen. Ich streichelte sie und bemerkte mal wieder, wie unglaublich lange sie anhält, diese Phase, in der sich bio-deutsche und migrantische Männer in trauter Eintracht (Frauen waren tatsächlich nur wenige zu sehen) für Sprengmeister, Bombenleger oder gar fürchterlichen Krieger halten dürfen.

Da hatten wir das obligatorische Sauerkraut schon vorgekocht, das dann am 1. Januar nochmal mit Ananas aufgekocht wurde. Sehr saftig und fruchtig, dieses Neujahrsessen nach einem Familienrezept von MALi. Dazu Kassler und Kartoffelstampf. Nach einem alten Brauchtumsregel wird uns nun des Geld im Jahr 2018 nicht ausgehen. Tschja, wir werden sie noch brauchen, die Kohle, den Zaster … Denn wir gehen nicht davon aus, dass das Geld im neuen Jahr abgeschafft wird und die Zeit beginnt, in der jeder Mensch nach seinen Fähigkeiten tätig ist und nach seinen Bedürfnissen aus dem gesellschaftlichen Reichtum erhält. Denn das wäre Kommunismus. Und den hat Frau Bundeskanzlerin nach Rücksprache mit der Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände ausdrücklich untersagt! Das gilt auch für 2018 – und damit wäre dann alles gesagt.


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