ODILIE | ÜBERMALUNGEN

Vitrinenausstellung in St. Jakobus d.Ä., Miltenberg ab 26. August 2017



Mapec:
ODILIE | ÜBERMALUNGEN
2011 / 2017
Mischtechnik
9 Übermalungen, je ca. 28,6 x ca. 12,75 cm
(aufgebracht auf schwarzen Karton 29,7 × 21 cm)

Herzlicher Dank für Unterstützung bei diesem Projekt geht an Martina Pechtold, MALi, Dagmar Wirth und Werner Reißfelder.

Informationsblatt zur Ausstellung, PDF (liegt dort aus)

Bericht in der Presse (Bote vom Untermain, Miltenberg & Main-Echo, Obernburg):

Der Ausgangspunkt des Ganzen:


2 Antworten auf „ODILIE | ÜBERMALUNGEN“


  1. 1 Jutta Winterheld 29. August 2017 um 17:02 Uhr

    Hallo Mapec,
    ein äußerst berührender Text – und auf die Begegnung mit den Originalen in der PK-Vitrine freue ich mich sehr!
    Liebe Grüße
    Jutta

  2. 2 Dokumentator 06. September 2017 um 7:19 Uhr

    Text des Berichtes von Marco Burgemeister:

    Künstlerische und spirituelle Illustrationen

    Ausstellung: Martin Pechtold aus Miltenberg zeigt in St. Jakobuskirche Übermalungen zum Thema heiligen Odilie

    Eine kleine, aber dafür um so interessantere Ausstellung unter dem Titel »Odilie – Übermalungen« präsentiert derzeit der Miltenberger Martin Pechtold in der Pfarrkirche St. Jakobus. Der Künstler hat dazu die Statue der heiligen Odilie, die sich im Gotteshaus im Bereich des Seitenaltars befindet, fotografiert.
    Jeweils immer ein Abzug des so entstandenen Bildes diente Pechtold als Grundlage, in ganz unterschiedliche Form seine Übermalungen zu starten. Die Ergebnisse könnten unterschiedlicher nicht sein, mal mit abstrakten Strukturen, aber auf der anderen Seite auch klaren Formen, versah der Miltenberger die Fotografien der Heiligenstatue mit neuen Schichten. Es ergeben sich Spannungsfelder und Kontraste. In einigen Bildern sind auch Wörter zu lesen wie »Bunt schreit laut« und »Hoffnung«.

    Schutzpatronin des Augenlichts

    Um Pechtolds Ansätze zu verstehen, hilft sowohl der Hintergrund der Heiligen als auch der ganz persönliche des Kunstschaffenden. Odilie, um 660 im Elsass oder im Burgund geboren (Überlieferungen sind sich uneins) und 720 im Kloster Niedermünster beim Odilienberg als Äbtissin verstorben, ist Schutzpatronin des Elsass und des Augenlichtes.
    Ihre Legende basiert überwiegend auf einer im zehnten Jahrhundert entstandenen Biografie: Nach dieser kam Odilie blind zur Welt. Der Vater wollte sie aus diesem Grund töten lassen. Die Mutter rettete ihrer Tochter das Leben, indem sie diese in ein Kloster gab. Im Alter von zwölf Jahren getauft, erlangte Odilie dann das Augenlicht.
    Pechtold erklärt, dass er im Jahr 1998 mit großen Problemen an den Augen zu kämpfen hatte. Irgendwann sei er zwangsläufig auf »seine« Heilige aufmerksam geworden, von der zudem noch eine Statue in seiner heimischen Kirche stehe. Bereits im Jahr 2006 fertigte er eine erste Illustration an, die sich mit Odilie beschäftigte. 2011 begann er mit der intensiven künstlerischen Auseinandersetzung mit deren Person, mit ihrer Legende und der Botschaft »hinter der Legende«.

    Neue Sichtweisen anregen

    Was ist es, das die Heiligenrolle der Odilie zugunsten der Nicht- oder Schlechtsehenden übersteigt? Für Pechtold sind dies diverse Aspekte. Dazu zählt das Sehen in seiner spirituellen Bedeutung – durch die Taufe wird Odilie zu einem Menschen, der die Welt sieht. Weiter ist es ihr Weg an die Spitze eines Frauenklosters, das Widersetzen gegen die damaligen gesellschaftlichen Traditionen.
    Seine Übermalungen sollen das zugrundeliegende Bild nicht zerstören, erklärt Pechtold, sondern neue Sichtweisen ermöglichen, ungewöhnliche provozieren, zum genauen Hinsehen auffordern. Im Prozess des Übermalens würden psychische und seelische Schichten angesprochen, die sonst eher im Verborgenen liegen würden.
    Ein genaues Ende der Ausstellung ist nicht festgelegt, Pechtold stellt aber in Aussicht, dass seine Übermalungen in St. Jakobus noch mehrere Wochen zu sehen sein werden. Marco Burgemeister

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