Entschleunigt euch!

Entschleunigung ist so ein Wort, das ich eigentlich nicht mag. So gewollt, so postmodern, so ganz in den Gegenwartsdiskurs passend, bei dem es dann doch immer nur um Effektivität und Produktivität, um Anpassung an die Vermarktung geht. Ich verwende das Wort aber dennoch. Weil mir keines einfällt, das so schön in Opposition zur Beschleunigung steht. Und weil es irgendwie lustig klingt: Entschleunigung.

Derzeit mache ich das: entschleunigen. Zum Beispiel mit dem Besuch einer Lesung (oben links), einem meiner wiederholten Gänge durch das Museum.Burg.Miltenberg (oben rechts), mit einem Spaziergang durch die Weinberge Klingenbergs (Mitte links) oder mit gemeinsamem Kochen (Mitte rechts: Zwiebel dünsten) – oder aber auch mit dem Kraulen meiner Katze (unten) – sehr entschleunigend, wenn sie nicht plötzlich mit der Tatze zuschlägt. Oft dabei: MALi, die auch gerne entschleunigt.

Warum ich das mache? Weil es gut tut, weil es dringend nötig ist. Daher auch erstmal keine „richtigen“ Blogeinträge, sondern nur dieser Behelfseintrag zur Entschleunigung.

In diesem Sinne: Proletarier aller Länder, entschleunigt Euch! (Und hört dabei auf, soviel Gewinn zu generieren und soviel Müll zu produzieren.)


1 Antwort auf „Entschleunigt euch!“


  1. 1 Hans Pampe 21. Juni 2017 um 14:13 Uhr

    Du hast soooo recht. Ich denke, es ist…

    Ich schreibe den Kommentar lieber später weiter, wenn ich wieder neoliberal beschleunigt sein will…

    MfG
    H. P.

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