Archiv für August 2016

Der 11. September 2001: Terror, Krieg, erneuter Terror und immer weiter?

Fünfzehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA veröffentliche ich hier einen Beitrag, der wenige Monate nach dem damaligen Ereignis die Reaktionen vor allem auch am bayerischen Untermain beschreibt und alles in einen Zusammenhang setzt. Der Beitrag erschien ursprünglich im Informationsdienst ASYL AM UNTERMAIN Nr 27, März 2002. Den Beitrag gibt es aus als Faksimile – zusammen mit drei anderen zeitgenössischen Presseveröffentlichungen aus der Region Aschaffenburg-Miltenberg als PDF-Datei. Er erschien zum zehnten Jahrestag der Anschläge im regionalen Blog kommunal.

Der 11. September
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Die Mutter aller Tortenschlachten

Das ist die Mutter aller Tortenschlachten, danach konnte nichts mehr kommen, nur noch Abklatsch. Laurel und Hardy (in Deutschland auf das Unverschämteste als Dick und Doof verballhornt) haben das Teil gedreht. Und ich frage mich, ob sie damit nur kulturindustriell geformtes Lachen produzieren, also Lachen als Beleg, dass es nichts zu lachen gibt (Horkheimer/Adorno); oder ist es doch das anarchische Lachen, das sich über die entmenschte Zweckrationalität im falschen Leben lustig macht? Antwort seitens der Lesenden dieser Zeilen wird erbeten.

Neues Bekenner-Video von KBF!

Sie können es nicht lassen und schlagen schon wieder zu: Hier drohen sie Anschläge in Darmstadt und Frankfurt an, die Musik-Guerilla von KBF (Kommissarische Belustigungs-Fraktion – oder so ähnlich)! Wann wird dem Einhalt geboten? Wann gibt es Krisenstäbe und Notfallpläne, flächendeckende Überwachung an allen Ampeln, Häusern und Bäumen im ganzen Wald, um sowas zu verhindern? Wann wird das Burkaverbot für Katzen und Hunde endlich eingeführt? Wann kommt das Verbot der Staatsbürgerschaft, der doppelten, dreifachen oder einfache? Frau Merkel, tun sie etwas! Das schaffen wir!!!

Kurzum:
27.8.2016 Frankfurt, Borsig PUNK & REALITAeTSVERLUST
13.9.2016 Darmstadt, Oetinger Villa HC Baxxter // Hans-Dieter X. // KBF Revolte // Schlecht aber Laut

Objekt: Der runde Kontinent

alle Angaben zum Objekt im Videoclip

Action Painting und schöne Bilder

Ganz bewusst schöne Bilder malt er, der Markuss Göpfert (und die Idee mit dem Kuss bei Markuss passt dann sehr gut dazu). Mehrere Galerien verkaufen seine gefälligen Werke; auch als Designer ist er erfolgreich. Das führt zur Annahme, er wolle mit seiner Kunst wirklich nur affirmieren, seinen Frieden mit dem Schlechten machen, wenngleich auch eine andere Deutung zulässig erscheint: (mehr…)

Der Song aus der Klapse

In diesem Fall ist das kein Gag, keine verkaufsfördernde Idee eines unnötigen Rappers; Yohazid sitzt seit Wochen wirklich in der Psychiatrie. Alles weitere im obigen Song.

Yohazid sitzt in der Psych in Frankfurt. Franziska (*) bearbeitet extrem schmerzhaft ihre sexuelle Missbrauchserfahrung. Miri auch; sie ist bereits deshalb verrentet – und ist erst Mitte zwanzig. Christian kann wegen seiner psychischen Belastung eine wichtige OP nicht machen. Anna meint, weg gehen und Manfred alleine lassen zu müssen; das hat auch und gerade mit ihrem Erlebten und Erlittenen zu tun. Und so weiter … Und fast alle machen Kunst, und alle kenne ich und schätze sie. August 2016 – und mir wächst gerade alles über den Kopf.
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Nonkonformist, Autodidakt und Kybernetik

Wieder ein gutes Wochenende mit empfehlenswerten Museumsbesuchen, weshalb ich das dann doch wieder erwähnen möchte: Am Freitag alleine zur Ausstellung des begnadeten Autodidakten Jacques Gassmann auf die Mildenburg; dann am Samstag zusammen mit vier intelligenten und attraktiven Frauen ebenfalls in dieses Museum, was also in mehrerer Hinsicht ein Genuss war. (mehr…)

Vom Leben gezeichnet – Ausstellung in Aschaffenburg

Meine erste Einzelausstellung hatte ich vom 3. Juli bis zum 31. August 2002 im Buch- und Antiquitätenkabinett Krem-Bardischewski in Aschaffenburg (heute bekannt als Café Krem). Ich bezeichnete die kleinformatigen Werke selbst als „Bild-Text-Blätter“, also auch Vorläufer der heutigen Schrift-Bilder.

Fotos zu dieser Ausstellung sind nicht vorhanden. Auch ist unklar, welche Blätter damals ausgestellt waren. Daher findet sich oben – ganz beispielhaft – eine Blatt aus dieser Zeit, dass unter Umständen auch Teil der Ausstellung war (allerdings nicht handkoloriert ist, wie die damals ausgestellten Blätter).

In jedem Fall folgte auf diese Ausstellung lange Zeit nichts, bis es rund 10 Jahre später weiter ging.

Künstler für amnesty international – Ausstellungsbeteiligung

Ein Rückblick: Vom 13. bis 27. April 1997 fand im damaligen BuntSteinBogenHaus in Obernburg eine Ausstellung verschiedenster Künstlerinnen und Künstler statt, die nur eines gemeinsam hatten: Sie alle wollten damit die Kreisgruppe Miltenberg von Amnesty International unterstützen. Ich war damals mit drei Arbeiten vertreten, die heute nicht mehr existieren (wo immer sie auch geblieben sind oder was immer auch aus ihnen wurde, ich weiß es nicht mehr). Schon damals, es handelt sich um die erste Ausstellung überhaupt, an der ich beteiligt war, stand das Wort ganz zentral in meinen Werken. Soweit ich mich erinnere bzw. im einzigen bei mir befindlichen Foto sehen kann (s. oben), gab es ins Bild (es waren eigentlich Collagen) eingeschriebene Texte wie „Kaugummipapier – vom Leben schwer gezeichnet“ oder „Wir stellen ein: Das Urlaubsgeld / Die Lohnfortzahlung“.

Die Werke wurden zugunsten der Amnesty-Gruppe versteigert. Selbstverständlich nicht meine. Die machten sich wohl nicht sehr gut als Dekoration über Couchgarnituren, Ehebetten oder im Anwaltsbüro.

Ateliernacht in Klingenberg und Finissage in Amorbach: prall gefülltes Wochenende

Am Samstag mit Christina und Manfred zur Nacht der offenen Ateliers des Kunstraums in Churfranken nach Klingenberg (Fotos obere Reihe); wir waren angenehm überrascht über die fast südländische Atmosphäre, die teils sehr gute Kunst (wenn einiges auch uninspiriert wirkte – die Vielfalt war also enorm), die Musik (teils zu laut und zu gewohnt, teils wirklich ansprechend), die guten Gespräche, z.B. mit Jürgen Kadow, Jutta Walter und anderen – sowie mit Brigitte und Rainer, mit denen es dann noch bis nach Mitternacht ins heimische Miltenberg „auf ein Bier“ und Gespräche zu Kunst und mehr ging. Danke nochmal auf diesem Weg!
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