Archiv für Juni 2016

Mapec geht ins Kloster


Am Mainufer in Münsterschwarzach stehen solche Rahmen, die die Umgebung zwar nicht zu gerahmten Kunstwerken machen, die aber zum genaueren Hinsehen verleiten.

Ich war im Kloster, eine Woche; soweit nichts Besonderes. Nun sind aber die Werkstatt-Exerzitien bei P. Meinrad Dufner schon anders als sonstige Exerzitien: „Die Weisheit der Hände und der kreative Ausdruck bringen unmittelbar und deutlich die Seele ans Licht. Mit dem Entstandenen kann dann das innere und äußere Gespräch der Suche und des Findens weitergehen. Elemente der Tage sind: Gestalterische Arbeit und Kontemplation (Malen, Zeichnen, Schreiben, Modellieren, Collagieren, Applizieren u.a.), das tägliche Einzelgespräch, Stille und Schweigen.“ Das mit der Stille und dem Schweigen darf ernst genommen werden. Zusammen mit dem kreativen Ausdruck kommt tatsächlich „unmittelbar und deutlich die Seele ans Licht“. Hätte ich vorher nicht gedacht, hatte das irgendwie für aufgewerteten Urlaub gehalten. Aber es ist etwas völlig anderes. Empfehlenswert, aber meist schon ausgebucht.

One Man Nation

The Future Sounds Of Folk at TodaysArt Session at State-X New Forms in Paard Van Troje (Den Haag, NL) from One Man Nation on Vimeo.

Rede zu Kunst und Kunstschaffen


Musik und Gäste, Fotos: Mapec

Mit der Frage, was Kunst eigentlich ist, und mit anderen Aspekten rund ums Malen und Zeichnen sowie speziell der Arbeit der Gruppe FarbMagie beschäftigte ich mich gestern in einer Rede anlässlich der Vernissage genannter Gruppe in Miltenberg (Fotos oben: Musik und Gäste; Foto unten: Mapec bei der Ansprache).


Mapec bei der Ansprache, Foto: Olaf Kollonitsch

Was ist Kunst?

Rede, gehalten anläßlich der Vernissage der Gruppe FarbMagie am 18. Juni 2016 im Caritas-Treffpunkt Café fArbe, Miltenberg

Pablo Picasso wird das folgende Zitat zugeschrieben: „Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.“ Ob heute jedes Kind noch Künstler oder Künstlerin sein darf, wie dies zu Picassos Zeiten, also in spanischem Bürgerkrieg, Weltkrieg und Faschismus, wohl auch nicht wirklich war, das sei in Fra­ge gestellt. Denn angesichts von Kulturindustrie, Massenbespaßung mittels TV und Internet, weltweit nor­miertem Konsum- und Freizeitverhalten erscheint es fraglich, ob Kinder noch die Chance zur Entwicklung kindlicher Kreativität erhalten.
(mehr…)

Über das unvermeidliche Scheitern

Bild: Von rechts oben glotzt unschön das Inkarnat herein und verscheucht die luftigen Bildchen.

Scheitern gehört zum Leben wie das Leid und der Tod. Insofern ist es nicht weiter problematisch, wenn ich scheitere. Es gibt dem gegenüber das gesellschaftliche Scheitern, das immense Folgen und unendlich viel an Leid und Sterben mit sich bringt; denken wir an das Scheitern des Sozialismus und seine Umformung zum Stalinismus, denken wir an das Scheitern der parlamentarischen Demokratie und die Übergabe der Macht an die Nazis 1933, denken wir an das Scheitern des demokratischen Sozialismus in Chile und die danach beginnende brutale Militärdiktatur – und so weiter. Aber mein Scheitern bewegt sich nicht in solch großen Höhen. Es ist in diesem Fall lediglich das ganz normale Scheitern eines Kunstmachenden an der Kunst.

Doch der Reihe nach.
(mehr…)

FarbMagie

Die FarbMagie stellt aus! Bin schon sehr gespannt.