HEIMAT – Vernissagebericht in der Zeitung

Diesmal in der Rubrik „Aus der Werkstatt“ kein Bericht aus meinem Atelier (hüstel, hüstel – das ist ein kleiner Schreibtisch mit zwei Regalen), sondern aus der Redaktion des Main-Echo (Obernburg) bzw. des Boten vom Untermain (Miltenberg). Denn dort wurde der Bericht von Ruth Weitz über die Vernissage vom Wochenende gut platziert und mit einem großen Foto versehen veröffentlicht. Dass die Bebilderung des Beitrages die Gemälde von Jutta Winterheld zeigt, das freut mich sehr, hat sie es doch verdient, mit ihren sehr eindrucksstarken Acrylmalereien besodners gewürdigt zu werden.


1 Antwort auf „HEIMAT – Vernissagebericht in der Zeitung“


  1. 1 Main-Echo - kompletter Text 22. März 2016 um 8:19 Uhr

    Main-Echo Obernburg/Bote vom Untermian, 22.03.16

    Heimat endet nicht an Gartentür
    Ausstellung: Skulpturen, Zeichnungen, Gemälde und Installationen im Klingenberger Löw-Haus

    Der Begriff Heimat entfaltet unterschiedliche Facetten und ist oft emotional besetzt. Wie Künstler ihn in ihren Werken umsetzten, zeigt die Ausstellung »Heimat: Grenzen: Los« im Klingenberger Löw-Haus, die am Samstag eröffnet wurde und noch bis 16. Mai zu sehen ist.
    Vom großflächigen Schwarz-Weiß-Foto, über Aufmerksamkeit erregende Skulpturen und Plastiken bis hin zu Zeichnungen, Gemälden und Installationen ist die Ausstellung ein Kaleidoskop an künstlerischen Ausdrucksformen. Cornelia König-Becker, Kuratorin und künstlerische Leiterin des Löw-Hauses, ist es gelungen, eine Schau mit außergewöhnlichem Charakter zu konzipieren.

    In Läden und Gasträumen

    Dicht gedrängt standen die Besucher, als Bürgermeister Ralf Reichwein auf das Klingenberger Konzept hinwies, Künstlern des Kunstraums im Kreis Miltenberg in leer stehenden Läden und Gasträumen eine Heimat zu geben. Landrat-Stellvertreter Thorsten Meyerer bezeichnete das Löw-Haus als einmaligen Begegnungsort. Umrahmt von Musik der Chorgemeinschaft Trennfurt, des Saxofonquartetts der fränkischen Rebläuse Bürgstadt und der Frankfurter Rapperin Projektionista nutzte Cornelia König-Becker ihren Part als Laudatorin, um nicht nur auf die Kunstwerke, sondern auch auf den Begriff Heimat einzugehen.
    »Wir müssen uns vergewissern, um leben zu können«, sagte sie. Ihrer Auffassung nach geschieht dies im Nachdenken über sich selbst und seine Wurzeln, verknüpft mit der Erkenntnis, dass man zwar mit der Heimat verbunden ist, aber nicht abhängig von ihr. Unter all den Bezügen und Auffassungen ist Becker-König wichtig, dass man als erwachsener Mensch »Heimat« nicht einfach »so hat«. Heimat sei Aufgabe, sogar Verpflichtung. Man müsse sie immer neu erschaffen, gestalten, sie pflegen in der Auseinandersetzung mit sich selbst und in der Kommunikation mit anderen, flankiert vom Bewusstsein, dass Heimat nicht an der Gartentür endet. Im Gespräch mit unserem Medienhaus erklärte sie, dass sie den ausstellenden Künstlern bewusst keine konzeptionellen Vorgaben gemacht habe. »Aus der individuellen Umsetzung jedes Einzelnen ist nun ein gemeinsames, visuell erfahrbares, vielgestaltiges Bild geschaffen worden, mit dem wir uns als kunst- und kulturkompetente Region sehen lassen können«, fasste König-Becker zusammen. In der Tat, eine beeindruckende und sehenswerte Schau.

    Zu sehen sind die Werke freitags, samstags und sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr

    Ruth Weitz

    Künstler der Ausstellung »Heimat: Grenzen: Los«
    Eine individuelle Darstellung des Heimatbegriffs im Klingenberger Löw-Haus von Künstlern aus der Region umgesetzt: Florian Albrecht Schoeck (Fotografie), Antje Bahmer (Objekt), Mike Bauersachs (Zeichnung), Helmut Brendl (Skulptur) Udo Breitenbach (Objekt), Fred K (Objekt), Karin Goetz (Rauminstallation), Ossi Hülbig (Aquarelle), Jürgen Kadow (Installation), Julia Kellerbrandt (Mixed Media), Irmtraud Klug-Berninger (Papierobjekt), Petia Knebel (Objekte), Marianne Knebel-Schiele (Rauminstallation), Hans König (Plastik), Jan Peter Kranig (Gemälde), Alois Krug (Gemälde), Cornelia Klug-Stührenberg (Gemälde), Mapec (Texte, Aquarelle), Jutta Rosenhöfer (Objekt), Klaus Satorius (Fotografie), Josef Speth (Skulptur), Victor A. Syrnev (Objekte und Goldschmiedekunst aus Asien), Anna Tretter (Videoprojekt), Jutta Walter (Objekt), Wolfgang Walz (Gemälde), Jutta Winterheld (Gemälde), Wolfgang Zwirner (Aquarell) sowie Leihgaben aus verschiedenen Sammlungen. (Ruth Weitz)

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