Was seither geschah: Generationenbegegnung und viel mehr

Seit dem letzten Bericht über eine kulturelle Aktivität ist selbstverständlich viel passiert. Ganz unterschiedliche Sachen. So war ich bei einer Kreuzwegandacht – nicht irgendwo, sondern in der Kapelle in Miltenberg-Nord, also jener mit dem Kreuzweg von Jutta Winterheld, die einen Teil der Andacht selbst übernommen hatte.

Auch in der Ausstellung zur Künstlerfamilie Kruse war ich mit Martina in Wertheim.

Schließlich ging es zu einem Oldie-Konzert (Foto oben). Ja, wirklich. Und es war gut! Die Roxx Busters sind besser als der Ruf so mancher Oldie-Veranstaltung. Die sind weder peinliche Senioren, die es nicht verwinden können, dass die gute alte Zeit vorbei ist, noch sind sie Jungspunde, die nicht fähig sind, eigenes zu kreieren und daher altes Zeug schlecht nachspielen. Nein, die sind gut, machen gerne Musik, strotzen vor Spielfreude, bringen Stimmung ganz ohne peinliche Sachen wie das Besteigen der Kneipentische zur Demonstration angeblicher Spontaneität und Vitalität. Das haben die Roxx Busters nicht nötig. Schwager Matthias bezeichnete sie – nachvollziehbar – als beste der Oldie-Bands.

Mit dem Pille Mörderbeat traf ich mich dann in meinem und Martinas Kunst-, Meditations- und Sonstwas-Raum zu einem langen und schönen Gespräch über Kunst (wer hätte das gedacht?), Gesellschaft, Politik, Hegemonie, Verletzungen durch das real existierende Falsche, widerständiges Potential in der Musik (oder doch nur wirkungslose Spielwiese?) und vieles mehr. Zwei Männer unterschiedlichen Alters bei Bier (der Ältere) und Bier-Mischgetränk (der Jüngere), dazwischen ein Schnaps (beide) – so geht Generationenbegegnung! Wir müssen uns nicht in allem einig sein, aber wir können über alles reden.

Es stellt sich wieder die Frage: Was ist der Erkenntnisgewinn dieser Ausführungen? Nun, zum Einen, dass es auch gute Oldie-Bands gibt. Zum Anderen, dass kulturelle Begegnungen vielfältige Gesichter haben, die vom Konzert über die Ausstellung bis zur spirituellen Andacht oder dem persönlichen Gespräch reichen. – Ach, das wusstet Ihr schon? Na denn.