Archiv für November 2015

In memoriam Peter >Lucky< Kraft

Vor drei Jahren verstarb überraschend Peter >Lucky< Kraft, der umtriebige Kulturschaffende aus Aschaffenburg. Auf der Facebook-Erinnerungsseite fand ich noch ein Foto aus dem prallen Kunstleben, das ihn mit mir (noch mit stark reduziertem Haupthaar) am Blauen Klavier in Aschaffenburgs Park Schöntal zeigt.
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Nicht paranoid

In jedem Fall ist das düsterer.
Reduzierter und gefährlicher.
Dunkelbunter. Mitunter.
Wir gehen jetzt unter.
Auf dem Weg nach Getsemani.
Jesus stirbt. Tragisch wie nie.
Yohazid singt und spielt:
„Paranoid.“ Es ist ausgezählt.

KBF zum ESC!

Wie schon in diesem Blog angemerkt, hat sich die tadellose KBF REVOLTE wiedervereinigt. Und wie andernorts schon gelesen, darf Xavier Naidoo nun doch nicht zum Eurovision Song Condom (oder wie das heißt) fahren. Was hat das miteinander zu tun? Nun, wenn der Xavier nicht fährt, dann soll halt KBF fahren. Also: KBF zum ESC! Und eine Facebook-Seite dazu hat auch schon ein sehr aufmerksamer Mensch gemacht – ich selbst.

Hiermit aber ergeht die Aufforderung: Solidarität mit KBF! Nieder mit langweiliger Musik! Vorwärts zum ESC! Hoch die Electrobuben aus Miltenberg!

Trotz „Churfranken“: Eine gute Ausstellung

Gestern ging es mit Manfred und Olaf ins LÖW-Haus, der Galerie der Stadt Klingenberg. Die Gruppe Kunstraum in Churfranken hatte zur Eröffnung ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung am neuen Ort geladen, denn der einstige Kusntraum Miltenberg zog in diesem Jahr nach Klingenberg, wo fast kostenfreie Ateliers und ein kleiner Galerieraum sowie die Möglichkeit zur Ausstellung im LÖW-Haus gegeben wurden. Galeristin Cornelia König-Becker freute sich in ihrer Begrüßung über eine wirklich extrem gut besuchte Vernissage und eine abwechslungsreiche und durchweg vorzeigbare Ausstellung.
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Wiedervereinigung! Diesmal richtig.

Einfach Verkleinerung oben anklicken. / Design: Max-Anton Petronius Eustachius von Churfranken

Mesdames et Messieurs, ladies and gentlemen, Meine Damen und Herren, בירותיי ורבותיי, Дамы и Господа, Signori e Signore, der Welt ist ein Ereignis anzuzeigen: Die Wiedervereinigung! Jawoll, die Wiedervereinigung von Salz und Pfeffer, von Genie und Wahnsinn, von Hinz und Kunz, von Nitro und Glyzerin, kurzum: die Wiedervereinigung der KBF REVOLTE!
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Schrift-Bild: Er lebte gern

Er lebte gern
2015
Filzstift und Aquarell auf Papier, ca. 20 × 30 cm

Geschenk an Uli

Text:
Er lebte gern in diesem Alten, auch wenn er stets das Neue suchte.
Er wusste, dass es doch nicht geht, Richtiges im Falschen zu bekommen.
Er kannte jene Wichtigkeit, die Hoffnung niemals zu begraben.
So lebten wir Tür an Tür in diesen guten Tagen.

Helmut Schmidt: Kein Nachruf

Ein Beitrag, der auf meiner Facebookseite sonst langsam nach unten wandern und verschwinden würde, sei hier festgehalten. Es ist kein Nachruf auf einen Politiker, lediglich eine Anmerkung zu der Aufregung um einen Nachruf.

Ich bn absolut kein Freund von Erika Steinbach, ich halte sie für eine alte Hasspredigerin. Wenn sie aber Helmut Schmidt zitiert (Zitat Schmidts aus dem Jahre 1981: „Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag.“), warum regen sich dann alle über Steinbach auf und nicht über den, der das Zitat losgelassen hat? Das Zitat mit der entmenschten Sprache, mit dem „Verdauen“ von Ausländern, mit der Schmidt bereits damals das Rassistenbesteck auspackte und hetzte, obwohl es 1981 noch viel weniger Zugezogene waren als heute. – Ach ja, Schmidt ist tot, daher darf nichts Schlechtes mehr gesagt werden. Warum? Weil plötzlich nicht gilt, dass er ein Kanzler des Atomprogramms war? Weil plötzlich nicht mehr stimmt, dass er die Berufsverbote für Lehrkräfte mit exekutierte? Weil er plötzlich doch nichts mehr mit der „Nachrüstung“ genannten Überrüstung zu tun hatte? Weil er nun doch nicht der erste CDU-Kanzler der SPD war? Nur Menschen mit einem schon pathologischen Vaterproblem können in ihm, dem starken Übervater, eine Lichtgestalt sehen. Wer seine Kerzen noch alle auf dem Christbaum brennen hat, muss einsehen: Das war auch nur einer dieser deutschen Männer, die uns scharenweise in jedes nur erdenkliche Unglück zu lotsen bereit sind. Und die dafür vom folgsamen Volk auch noch stehenden Beifall erwarten.

Reinhard Frankl ergänzte dazu:

Nicht zu vergessen: Schmidt war der erste Austeritäts-Kanzler und Erfinder der unsäglichen und undemokratischen Implementierung von G7/G8, ein Wegbereiter der neoliberalen/kapitalistischen Globalisierung, ein Militarist und Antikommunist bis ins Mark. RIP!

Er war nie weg

Bücher und Filme sind – auch wenn sie denselben Titel haben – doch etwas Unterschiedliches. Das gilt auch für „Er ist wieder da“, jene Geschichtete vom einstigen Führer und Reichskanzler der Deutschen, der im 21. Jahrhundert plötzlich in Berlin liegt und sich erstaunlich schnell an die neue Zeit anpasst. Entsprechend seiner Auffassung ist diese Zeitreise bestimmt durch die „Vorsehung“. Nach dem Buch (bzw. Hörbuch) war es nun der Film, der meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Und darüber soll nun zu sprechen sein.
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Blues mit sich selbst spielen

Ist das nun die höchste Form der hippiemäßigen Kiffermusik? (22 Minuten Blues zum Abheben mit schön viel Wiederholungen – wäre so ganz nach unserem Geschmack gewesen, als wir bei Gerhard saßen und uns die Birne zudröhnten mit dem guten Gras.)
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Beuys, Richter, der Kiliansdom und der Farbenrausch

Die letzten Tage waren wieder kunstvoll im wahrsten Sinne des Wortes: voll mit Kunst. Zuerst die Eröffnung von „Farbenrausch“ im Foyer des Landratsamtes Miltenberg, dann der Besuch im Kreuzgang des Domes, wo die Ausstellung „Luther reicht nicht“ als ökumenisches Projekt zu sehen ist. Und heute in den „Block Beuys“ des Hessischen Landesmuseums Darmstadt. Doch der Reihe nach.
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