Archiv für Oktober 2015

Begegnungen, die einem zufallen & die Rettung der Innenorte

Da waren gestern mal wieder solche Begegnungen, die einem zufallen – Zufall also. Wir – Martina und ich – entschlossen uns, die Ausstellung von Ansgar Skiba im Löw-Haus Klingenberg zu besuchen, bevor diese im November beendet wird. Wir gingen also hin und trafen die auf diesem Blog schon mehrfach zu erwähnende Galeristin Cornelia König-Becker, die uns eröffnete, wir wäre etwas früh für die Finissage. Von dieser hatten wir allerdings überhaupt nichts gewusst, bestaunten also vorab schonmal die Bilder und gingen dann noch kurz durch Klingenbergs Altstadt, wo ehemalige Ladengeschäfte, die der Verödung der Innenstädte zum Opfer gefallen waren, für ganz kleines Geld als Ateliers eine Zwischennutzung (bis zur möglichen „normalen“ Vermietung) bekamen. (mehr…)

Rätsel

Mapecs beliebter Intelligenztest für Fortgeschrittene geht in eine neue Runde. Daher die Frage: Wo hielt ich mich gestern und vorgestern auf – und verzichtete trotz großer Bedrängnis nicht auf künstlerische Tätigkeit (wenn auch nur im Kleinformat)? Die Fotocollage oben gibt Hinweise auf den Ort. Jede richtige Einsendung bis zum 30. November 2015 wird mit der Zusicherung hoher Intelligenz und einem persönlichen guten Rat belohnt!

Noch ein Kommentar …

… zum Thema Flüchtlinge und so.

Zwischen einheimischer Exotensehnsucht und brutalen Fluchtrealitäten

Plädoyer für die Wahrnehmung der Realität

Editorischer Hinweis: Dieser Beitrag wurde Mitte September 2015 geschrieben, danach den linken Internet-Portalen LOWER CLASS MAGAZIN und TREND angeboten und von beiden nicht veröffentlicht.

Auf bis zu 1.000.000 wird die Zahl der Flüchtlinge geschätzt, die 2015 den Weg nach Deutschland finden. Nach Jahrzehnten, in denen die Bundesrepublik sich erfolgreich abschotten konnte und eine gerechte Verteilung der Asylsuchenden in Europa im eigenen Interesse ablehnte, ist die Abschottungspolitik nun an der Realität gescheiter. Und Deutschland schreit nach dem, was es bisher immer verhinderte: eine gerechte Verteilung der Zufluchtsuchenden auf alle europäischen Länder!

Gleichzeitig geht eine nicht vermutete und nicht gekannte Hilfewelle durch das Land. Jede und jeder möchte nur eines: Flüchtlingen helfen! So scheint es zumindest. Und die Hilfsbereitschaft ist wirklich enorm und kaum erklärbar; letztendlich auch nicht dadurch, dass sie von oben – aus Politik und Wirtschaft – gewollt und unterstützt wird, um das Ansehen Deutschlands in der Welt ganz nachhaltig zu verbessern.

Die Hilfewelle überdeckt noch immer das beständig anschwellende ungemütliche Grummeln im Hintergrund, das sich nicht mehr nur bei den so genannten sozialen Medien im Internet, sondern auch in Leserbriefen und ganz offenen Wortmeldungen beim Gespräch an der Supermarktkasse, bei Familienfeiern, Stammtischen etc. äußert. Jene Wortmeldungen dessen, was als Mob zu bezeichnen es nur unzureichend trifft, sind es doch die guten Bürgerinnen und Bürger, die hier Unfug und Unmenschliches verbreiten, weit entfernt davon, jemals die NPD oder Die Rechte wählen zu wollen, weit entfernt auch von der Idee, bei PEGIDA oder anderen unsympathischen Zusammenrottungen mitlaufen zu wollen. Dieses anschwellende Hintergrundgeräusch nicht wahrnehmen zu wollen, könnte noch einmal gefährlich werden. Vor allem für die Flüchtlinge. (mehr…)

Videoclip: Ikonoklast

Ein Konvolut von rund 100 meiner Zeichnungen und Malereien, meist aus den Jahren 2007 und 2008, bilden die Grundlage zum Videoclip IKONOKLAST. Diese Werke, die ich heute durchweg als Versuche zur Findung einer eigenen kreativen Aufgabe einstufe, hätte ich einfach liegen lassen könne, damit die nachfolgende Generation die Arbeit mit der Beseitigung hat. Ich hätte sie auch still und leise dem Papiermüll zuführen können. Ich entschied mich dann aber, dem von mir so seltsam gerne gehörten Begriff IKONOKLAST einen Videoclip zu widmen – dabei die rund 100 Teile aus meinem früheren Schaffen vernichtend. Der IKONOKLAST (altgriechisch für Bildzerbrecher, also Bilderstürmer) steht bei mir nicht für die Verneinung des Ikon, sondern für die Beseitigung des Alten, damit Neues entstehen kann. Schafft Platz! Das habe ich getan.