Schrift-Bild: Zu viel GRAU

Aufforderung zur Verbesserung der Welt mittels Farbe (Zu viel GRAU) / Triptychon
2014
Mischtechnik auf Wellpappe unter Verwendung eines Folienaufklebers und zweier Xerokopien des Aufklebers
dreimal 69,5 × 49,5 cm

Beitrag zur Ausstellung „Streetart – Fotos, Collagen, Malerei“

Teil 1
Text: Tu was dagegen
Teil 2
Text: Tu was
Teil 3
Text: dagegen


2 Antworten auf „Schrift-Bild: Zu viel GRAU“


  1. 1 Pressebericht 29. März 2015 um 23:05 Uhr

    DOKUMENT
    Bote vom Untermain/Main-Echo, 30.03.15

    Zwischen Kreativität und Vandalismus
    Ausstellung: Streetart zeigt Arbeiten von Martin Pechtold und Miltenberger Künstlergruppe im Jugendzentrum

    Miltenberg, Pappkarton baumelt an Nylonschnüren von der Decke, Fotos kleben auf Fensterscheiben. In der Ausstellung »Streetart ­
    Fotos, Collagen, Malerei« des Jugendzentrums »ThirTeen« zeigen der Künstler Mapec alias Martin Pechtold und die Gruppe
    creative vandalism eigene Arbeiten, aber auch Motive anderer Streetart­Künstler.

    »Die Ausstellung ist nicht perfekt durchgestylt, sondern hat eher Trash­Ästhetik«, erklärt Mitorganisator Pechtold. »Wir wollten die Kunstwerke in dem Umfeld zeigen, aus dem sie kommen, aus der Jugendkultur.« Dazu gab es die passende Musik: DJ Roman Ampire legte Reggae und Ska auf. Rund vierzig
    Besucher sind am Freitag zur Vernissage in die Mainstraße gekommen. Dort konnten sie sich einen Überblick über die Streetart­Vielfalt verschaffen: Sticker, Stencils, Graffitis, Poster, Wandbilder, aber auch Seifenblasen­Aktionen sind mit Fotos dokumentiert und zu Collagen angeordnet. Aufgenommen wurden sie in deutschen Städten. »Die Idee einer Streetart­Ausstellung gab es schon vor zwei, drei Jahren«, berichtet die Gruppe creative vandalism. »Jetzt haben wir sie endlich
    umgesetzt.«

    Kritik: Zu viel Grau

    Sticker mit dem Aufdruck »Zu viel Grau« bilden den Mittelpunkt des Triptychons »Aufforderung zur Verbesserung der Welt mittels Farbe« von Mapec. Auf fantasievolle Weise graue Orte bunter machen und eingefahrene Sichtweisen aufbrechen ­ das ist das Ziel von Streetart. Dabei bewegt sich die Kunstform in einem Spannungsfeld: zwischen Kreativität und Vandalismus, zwischen politischer Aussage und Illegalität.
    Was die einen als Verschönerung von tristen Orten begreifen, ist für andere Sachbeschädigung. »Gerade bei uns auf dem Land ist ein Graffiti immer eine Anzeige wert«, meint der 57­jährige Pechtold. Genau aus diesem Grund wollen die Mitglieder von creative vandalism anonym bleiben. Sei man der Polizei einmal bekannt, werde man für jedes neue Graffiti verantwortlich gemacht.
    Dass junge Menschen ihre Städte mitgestalten wollen, kann die 71­jährige Stadträtin Ursula Leers verstehen. Ihr ist aber auch
    wichtig, dass »Jugendliche lernen, Privateigentum zu respektieren«. Die Ausstellung gefällt Leers gut: »Diese Kunst muss man erst einmal sehen lernen. Im Alltag wäre ich an vielem vorbeigelaufen.«
    Genau das ist für Jugendzentrumsleiterin Inge Richter das große Verdienst der Ausstellung: »Mit anderen Augen durch die Stadt zu gehen und genauer hinzuschauen: Was klebt da? Was steht da?«

    Anna­Lena Ripperger

    Hintergrund: Öffnungszeiten
    Die Ausstellung »Streetart ­ Fotos, Collagen, Malerei« ist bis 29. Mai zu sehen.
    Das Jugendzentrum ThirTeen ist geöffnet dienstags von 15.30 Uhr bis 19 Uhr, mittwochs von 15.30 Uhr bis 19.30 Uhr sowie donnerstags und freitags von 15.30 Uhr bis 20 Uhr. Weitere Informationen gibt es im Internet: www.jugendzentrum-miltenberg,de

  1. 1 Streetart im JUZ Miltenberg « k o m m u n a l – Geschichte, Kultur und Politik Pingback am 30. März 2015 um 7:36 Uhr
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