Archiv für Januar 2015

Odilien-Projekt als Homepage

Nun habe ich doch noch einen Entschluss gefasst, der meinem Odilien-Projekt eine ganz neue Wendung gibt: Ich werde diese seit Jahren immer wieder in Angriff genommene Idee, zu der bereits viele Vorarbeiten getätigt sind, als Homepage in die Welt setzen. Nach und nach, Schritt für Schritt. Dazu habe ich heute die Seite odilie.blogsport.eu eingerichtet. Alles weitere zum Projekt findet sich dort.

Neues aus der Mapec-Werkstatt

Ausnahmsweise ohne Worte

Homer und ich

das Stachel und Frau von Kornblume gehen demnächst auf Mini-Tournee. Von Miltenberg (JUZ am 30.1.) bis Salzburg (SUB am 7.2.). das Stachel verspricht Feature mit zwei wirklich herausragenden Männern: Homer Simpson und ich. Wir beide sind hier schon einmal zu hören, ich ab 2:44.

Dem Unfassbaren widerstehen – Über einen gescheiterten Versuch

Die Idee sah erstmal sehr gut aus. Ich wollte der 1894 in Miltenberg geborenen und dort bis 1942 lebenden Jüdin Mira Marx eine ganz besondere Erinnerung widmen. Sie wurde an des Führers Geburtstag 1942 für tot erklärt, wurde ermordet oder ist an Entkräftung oder Hunger gestorben in Izbica in Ostpolen. Von dort wollte ich sie symbolisch nach Hause holen, in das Miltenberger Schwarzviertel, in dem auch ich wohne. Mira Marx sollte es sein, da mir schon meine Großmutter von der „Marxe Mira“ erzählt hatte, sie also die erste Jüdin war, mit deren Schicksal ich mich beschäftigte, da zudem ihr Leben zwischenzeitlich relativ gut dokumentiert ist.

Meine Grundidee: Eine möglichst große Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern sollte sich an den 1942 östlichsten Punkt Miltenbergs bewegen, dort symbolisch Mira Marx abholen und in einem Freudenzug die Heimgekehrte zu ihrer einstigen Wohnung geleiten. Leider blieb es bei dieser Grundidee. Monatelang machte ich mir immer wieder Gedanken, wie dieses Gerüst mit Leben zu füllen wäre. Schließlich sprach ich mit Hannes und dann mit Martina darüber. Dies brachte Klarheit. (mehr…)

Fremde Nachbarn – Karikaturenausstellung unter Polizeischutz

„Fremde Nachbarn“ heißt eine Ausstellung mit Karikaturen, die heute im Foyer des Landratsamtes Miltenberg eröffnet wurde (siehe oben). Schwager Matthias (unten links in der Fotocollage oben) sprach dabei einen der beiden Aschaffenburger Karikaturisten (oben links) an. Heribert Lenz (zweites Foto oben links, biertrinkend) erzählte uns von den legendären Schlappeseppel-Bierdeckeln, von der Perversion, dass die Brauerei FAUST die Traditionsgastsstätte „Schlappeseppel“ in Aschaffenburg nun mit Miltenberger Bier bestückt, vom Sein als Franke und der Rückkehr aus Frankfurt, vom Bierkonsum in England – und von vielem mehr. Es war überraschend. Überraschend angenehm. Denn an diesem Vormittag, an dem ich mich beruflich zwecks Berichterstattung über dieses Event im Landratsamt aufhielt, hatte ich mit diesem Gespräch nicht gerechnet; mit diesem und mit andern, kürzeren Gesprächen, die alle angenehm waren.

Gut auch die Ansprache von Domkapitular Clemens Bieber (Chef der Caritas im Bistum Würzburg und Hauptredner an diesem Tag), der allen Nützlichkeitserwägungen bezüglich der zuwandernden Flüchtling eine Absage erteilte; ein Mensch muss nicht erst seine Dienlichkeit für die deutsche Wirtschaft erweisen, um Aufnahme finden zu dürfen. Sehr gut auch Navid Zabihi an der Tombak, der sehr differenziert und von ihm extrem gekonnt gespielten persischen Handtrommel.

Guter Tag, gute Leute, gute Reden, gute Musik. Weniger gut: Nach den islamistischen Anschlägen in Frankreich, die auch und vor allem eine satirische Zeitung zum tödlichen Ziel hatten, wurde die Vernissage in Miltenberg von der Polizei bewacht. Welche Zeiten, in denen wir leben.

Expressive Kunst um das Jahr 1500? – Aber ja doch!

Heute im Städelmuseum mit Martina, Kerstin und Matthias, mit denen ich im letzten Jahr schon z.B. die Rumpenheimer Kulturtage besuchte. Bei der Anfahrt nach Frankfurt zeigt sich bei Obernburg die ehemalige Glanzstoff-Fabrik, die heute wohl Industrie Center Obernburg heißt, von der besten Seite: wilde Industrie-Romantik, wie das Foto oben zeigt! (mehr…)

Das Jahr ist zwei Tage alt – und wir waren schon in einem Museum

Zur Vernissage von Winfried Muthesius im Würzburger Dom-Museum habe ich schon etwas geschrieben. Nun waren wir – Martina und ich – heute nochmal dort, um die Werke ohne den Trubel der Vernissage auf uns wirken zu lassen. Es hat sich gelohnt. Und ich staune immer wieder über die sichere Art, mit der Martina auf Kunst zugeht, sie einschätzt und bewertet (nicht im finanziellen Sinne, sondern im kreativ-künstlerischen Wert). Immer wieder eine Begegnung der besonders guten Art! Und das mit der eigenen Ehefrau.

Sie machte mich auch auf „Diaspore“ von Jacques Gassmann aufmerksam (im Bild oben sieht man es unten links, siehe auch hier), gemalt mit Tusche auf einem Karton; ein Werk, das ich bisher sträflicherweise nicht wahrgenommen hatte. Ich musste mal wieder einsehen, dass die Idee der Verwendung des alltäglichen Materials Wellpappe als Malgrund grundsätzlich nicht nur mir in den Sinn kam. Neben Gassmann habe ich das auch schon bei Thomas Lange gesehen – und bei anderen. Nur die Idee, darauf auch einen Text zu schreiben und diesen als Zentrum des Werkes zu sehen – das ist erstmal (bis zum Beweis des Gegenteils) meine Idee.

Irgendwann standen wir auch vor „Jesus im Teich“, einem frühen Werk von Thomas Lange (Bildausschnitt: siehe unten rechts im Bild oben) und unterhielten uns über dessen Werkphasen und seine Entwicklung.

Am zweiten Tag des neuen Jahres hatten wir schon unseren ersten und sehr interessanten Museumsbesuch. Das Jahr hat gut begonnen und darf so weitergehen!