Archiv für August 2014

Kunst und Krieg, Zeppelin und Zerstörung

Begegnung heute im Zeppelinmuseum Friedrichshafen; denn dort gibt es nicht nur viel Technik und Technikgeschichte, sondern auch Kunst, in diesem Fall Zeichnungen von Otto Dix und anderen, die ihre Erlebnisse im Ersten Weltkrieg – an dem auch die Zeppelinfabrik am Bodensee nicht unwesentlich beteiligt war – nur durch ihre Kunst bearbeiten konnten, die nur so dem Nichtsagbaren einen Ausdruck geben konnten. DIE Mapec und unsere Begleitung – Jana und Christoph – sind beeindruckt. Es sei hiermit empfohlen, sich das anzusehen, was bis 11. Januar 2015 unter dem Titel „Kunst und Krieg“ da zu sehen ist.

„Das kann ich auch“

„Das könnte ich auch.“ Der das sagt ist M. – und ich stehe mit ihm sowie anderen netten Menschen in der Galerie am Bahnhof in Sippplingen am Bodensee. Wir betrachten Kunstwerke, die nicht gegenständlich sind.

M. ist weder dumm noch boshaft. Er sagt nur, was viele, viel zu viele in dieser Situation sagen würden. Wer sich abstrakter oder minimalistischer Kunst gegenüber sieht, der oder die meint meist, das auch zu können. „Die paar Striche“ oder „diese Farbkleckse“ – und so weiter. Und daher schreibe ich nun, was ich M. gesagt habe und was ich auch allen anderen sagen würde, die „das auch können“: „Wenn Du das kannst, dann mache es doch bitte auch. Ich habe es versucht. Und ich kann das nicht.“

Allerdings, ganz ehrlich, ich befürchte, dass alle diese Daskannichauch-Menschen es (also Kunstwerke zu schaffen) auch nicht können (leider).

Kerner, Kassler und Kunst

Gestern kam es in Großheubach in der Häckerwirtchaft mal wieder zu einer jener nicht vorhersagbaren Begegnungen. Zusammen mit DER Mapec und Schwägerin Kerstin saß ich bei Kerner und gebackenem Kassler des Abends im Freien bei noch aushaltbaren Temperaturen – ja, es wird früh schon herbstlich in diesem Jahr – und unterhielt mich angeregt. Wie in einer Häckerwirtschaft üblich, saßen wir an einfachen Bänken (so genannten Bierzeltgarnituren). Und wie ebenfalls üblich in derartigen temporären gastronomischen Einrichtungen setzten sich uns bisher nicht oder kaum bekannte Menschen zu uns. Ein älteres Ehepaar mit einem jüngeren Mann (offenbar der Schwiegersohn) und einem Knaben, sichtlich der Enkel des Ehepaares. Nach einigen Belanglosigkeiten und freundlichen Worten kam es dann aber doch zu einer sehr schönen Unterhaltung über Kunst. Dabei erfuhren wir, dass Polykarp Uehlein aus dem hiesigen Amorbach stammt, dem Ehepaar persönlich gut bekannt ist, was dazu führte, dass sie auch einen echten Polykarp Uehlein zuhause an der Wand hängen haben. Ein Austausch über das Museum.Burg.Miltenberg, das Museum am Dom in Würzburg und die diversen sehr gelungenen Kirchenrenovierungen von Dr. Jürgen Lenssen schloss sich an. Guter Wein, lecker Essen und dann noch eine inhaltlich anspruchsvolle Unterhaltung mit netten Menschen. Besser kann ein Mittwochabend wohl nicht verlaufen. Danke an alle, die daran beteiligt waren!

Weltkrieg, Heldentod und Vaterland

Über das seltsame Gedenken an einem Ort, an dem es nicht zu vermuten war, habe ich für die kommunal-Sonderseite zum Gedenkjahr 2014 geschreiben (100 Jahre Beginn 1. Weltkrieg und 75 Jahre Beginn 2. Weltkrieg).

Kürzlich im Museum.Burg.Miltenberg

DIE Mapec und DER Mapec (nicht auf dem Bild) besahen sich im Museum.Burg.Miltenberg noch einmal – aber vermutlich nicht zum letzten Mal – die Bilder von Dr. Jürgen Lenssen. Gute Gespräche mit einem älteren und höchst kunstsinnigen Ehepaar. Beide waren frühs noch im Jürgen Lenssens Künstlergottesdienst im Neumünster in Würzburg, wollten sich dann nachmittags Lenssens Werke in Miltenberg ansehen. Wieder einmal so ein Tag, wie er nicht planbar ist, bei dem einfach so zufällig (im Sinne von „da ist mir etwas zugefallen, in mein Leben hineingefallen“) gute Begegnungen entstehen.

Morgen geht es nach Würzburg, die von Dr. Lenssen (mit-)gestalteten Kirchen noch einmal ganz bewusst vor dem Hintergrund seiner in Miltenberg gezeigten Bilder betrachten: Dom, Neumünster, Augustinerkirche.

Beides – das Museum in Miltenberg sowie der Kirchenbesuch in Würzburg – sei hier ausdrücklich zur Nachahmung empfohlen – für spirituell interessierte wie für künstlerisch interessierte Menschen, am sinnvollsten aber sicher für spirituell und künstlerisch Interessierte.

Zum Problem, Hiphop gut zu finden

Das regionale Blog kommunal hat mich um einen Beitrag gebeten, der als Kommentierung eines Interviews anzusehen ist. Ich war erst skeptisch, nahm diese Anfrage aber dann zum Anlass, mich auch mal wieder etwas näher mit Hiphop zu beschäftigen.

Eine Ausstellungseröffnung und viele gute Gespräche

Thomas Lange brilliert

Zeit: Donnerstag, 31. Juli 2014, Ort: Hof der Mildenburg über Miltenberg. Weit mehr als 150 Menschen sind gekommen, um die Ausstellung „Geerdet“ von Dr. Jürgen Lenssen zu eröffnen. Zahlreiche Grußworte, darunter die besten Ansprache des Abends, die kurze, präzise und richtige Ausführung von Thomas Lange.
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