Archiv für Januar 2014

Betrachtungen zur Geschichte einer kleinstädtischen jüdischen Gemeinde im NS-Regime

„Blut und Boden! Nicht nur der Landschaft Frucht und Schönheit, nicht nur des Städtleins traulicher Zauber verbinden uns so innig mit der viel gepriesenen Perle des Mains. Uns ketten noch fester an Heimat und Vaterland die Bande des Blutes, die leibliche und geistige Beziehung zu den Menschen, die wie wir aus dem Boden dieser gesegneten Stätte erwuchsen.“
Es sind Zeilen wie diese von Rudolf Vierengel, nachzulesen in der Schrift „700 Jahre Miltenberg“ aus dem Jahr 1937, die uns den damaligen Zeitgeist vor Augen führen; voll von kitschigstem Pathos, von pseudoromantischer Schwülstigkeit nur so triefend und unterlegt mit der immer mitschwingenden Drohung, man werde es denen schon zeigen, die nicht „wie wir aus dem Boden dieser gesegneten Stätte erwuchsen.“
Wer das aber sein solle, die Außenseiter, das will man selbst bestimmen oder sich zumindest vom Führer bestimmen lassen.

So beginnen meine „Betrachtungen zur Geschichte einer kleinstädtischen jüdischen Gemeinde im NS-Regime“ (so der Untertitel) aus dem Jahr 2008, die bei kommunal veröffentlicht wurde. Es handelt sich dabei um so etwas wie meine vorläufige Abschlussarbeit bei der Beschäftigung mit dem entsprechenden Kapitel jüngerer Geschichte in jeder Kleinstadt, in deren ältestem Stadtteil ich vor Jahrzehnten das trübe Licht der Welt erblickte.

Mapec bei „Simon – Das Konzert“

Mapec (rechts) und Anthrazit im JUZ Miltenberg bei „Simon – Das Konzert zum Abschied“

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Das offizielle Plakat:

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