Archiv für Dezember 2013

Traurige Kühe – ein Kollektivkunstwerk

Single/MP3 2006, Edition Textlabor ETL0506
vergriffen, hier auf Soundcloud:

Am 18. Februar 2006 trafen sich verschiedene Personen und wurden mit der Bitte konfrontiert, dem Initiator des Projektes TRAURIGE KÜHE [Mapec] einen Satz zu schenken und damit einen gemeinsamen Text zu gestalten. Beginnend mit dem Initiator des nun entstehenden Kollektivkunstwerkes schrieb nach und nach jede und jeder einen Satz, der sich mehr oder minder intensiv auf das zuvor Notierte beziehen sollte. Elf Personen lieferten so Beiträge, die unverändert übernommen und später durch Werner R. und Mapec gesprochen und durch Yohazid vertont wurden (unter Verwendung einiger verfremdeter Snaredrum-Geräusche von Mapec). Aufnahme/Mischung: Yohazid, Plutonium-Studio/Frankfurt-Gallusviertel

Text:

Die traurigen Kühe fliegen tief heut´ in der Nacht (Mapec) zum Papagei, der spricht: „Ich bin Lora, das Freudenmädchen!“ (Werner R.) Von wegen Freudenmädchen! „Ich suche den Regenbogen“ sagt das Drachenjunge und fliegt los (Christine), landet auf der Blumenwiese, fängt an zu niesen, sagt: „Jetzt fängt der Heuschnupfen wieder an“ und trifft (Theresia) mich. „Du blöder Hund – ich brauche jetzt meine Ruhe.“ Ich? Hund? Jetzt benötige ich Hilfe. (Christian) „Die Caritas ist am Montag wieder geöffnet.“ (Werner H.) Die traurigen Kühe fliegen noch tiefer in der darauffolgenden Nacht und treffen auf die schwarze Katze und bitten diese um ein Orakel. (Irmi) „Elvis liebt dich“, sagt die Katze. „Ich singe `Love me tender´ für euch. Es wird die schwarze Nacht vertreiben.“ (Ursula) Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s völlig ungeniert. (Thomas zitiert Wilhelm Busch) Buschige Katze: Was schert mich Dein Ruf? Bring´ was zu fressen. (Ulrich) Dummheit frißt. Intelligenz säuft. Früher standen irgendwie mehr Gläser auf dem Tisch. (Bruno) Und Leoni lachte … (Mapec)

Leoni lebt

Yohazid (Musik, Zusammenstellung) und Mapec (Texte, Sprache), CD 2004
Edition Textlabor ETL 1204 & Plutoniumstudio Frankfurt-Gallusviertel
1. Positives Denken – Hardcore-Mix (Remix des Titels Positives Denken – Hardcore-Version von der CD [tEStfAll]*)
2. Leoni lebt
3. Wirtschaft remixt (Remix des Titels Die Wirtschaft belebt sich von der CD [tEStfAll]*)
4. Wir tun was gegen Nazis (Remix des Titels Sensationell von der CD [tEStfAll]*)

* Mapec: [tEStfAll] – Satiren, Nonsens, Kommentare – Edition Textlabor, 2002

Die CD Leoni lebt ist heute vergriffen, allerdings komplett auf Soundcloud zu hören:

Aus dem Innenteil des CD-Covers:

Hinweis: Der Badeort Leoni am Starnberger See hat mit dem Titel dieser CD absolut nichts zu tun.
Und: Selbstverständlich wird der Name Leonie mit „ie“ geschrieben. Nur geht es hier um die Katze Leoni. Katzen aber kennen kein „ie“. Klar?

Dank an Mathias für die Hilfe beim Einspielen des Textes von Leoni lebt, an Christof für den Schriftzug Leoni lebt, an Werner Reißfelder für den gemeinsamen Auftritt, an die Katze Leoni für den Titel dieser CD, an Achim Sauer für die Hilfe bei den bisherigen CDs, an Martin vom ehemaligen Kultur-Cafe HC für die Aufnahme der ursprünglichen Texte 1, 2 und 4 & an Martina und Susanne für Ihrwisstschon.

Kunst, Kommerz, Kritik und Kapitalismus

Video zur Vernissage In Ruhe. In Erwartung. am 30.11.13

Text der Ansprache zur Vernissage In Ruhe. In Erwartung. am 30.11.13 (um unwesentliche Passagen gekürzt)

Wenn ich heute mit meinen Ausführungen stellenweise die reine und schöne Kunstbetrachtung verlasse, so liegt dies nicht in einer boshaften Absicht; es liegt auch nicht am Zufall; es ist vielmehr unvermeidlich.

Denn der Advent ist heute eine Zeit des Konsums, nicht der Stille und Erwartung. Allerdings ist diese Feststellung nicht sonderlich originell. Sie entspricht der bekannten Kritik am Vorweihnachtstrubel; nur: Diese Kritik, so fast schon klischeehaft sie daher kommt, ist völlig berechtigt. Advent, lat. für Ankunft, meint eine Zeit der Erwartung, gerne auch als „die stille Zeit“ bezeichnet. Gerade heute könnte der Advent – sogar unabhängig von seinem religiösen Inhalt – mit diesem Grundgedanken eine ganz besondere Bedeutung haben.
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Mapec satirisch

Schon seit meinem dreizehnten Lebensjahr schreibe ich Texte – Gedichte und Kurzprosa, Beiträge fürs Kabarett etc. Veröffentlicht wurden diese auch; in kleineren und größeren Zeitschriften oder im Internet, z.B. bei Titanic und ebenda .