Archiv für Juli 2013

Erfolgreiche Arbeit: 20 Jahre Bündnis gegen Rechts AB-MIL

Bevor das Bündnis nächstes Jahr 25 Jahre alt wird, möchte ich doch noch meine Ansprache beim Festakt „20 Jahre Bündnis gegen Rechts Aschaffenburg-Miltenberg“ veröffentlichen, die ich am 21. Oktober 2009 im Rathaus Aschaffenburg gehalten habe.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Mitglieder des Bündnisses gegen Rechts Aschaffenburg-Miltenberg,

wer – wie ich – mit großem Interesse die Sozialgeschichte unserer Region beobachtet, der oder die kann am Bündnis gegen Rechts nicht vorbei. Nach 20 Jahren ist diese Initiative nicht nur ein fester Bestandteil der politischen und kulturellen Szene am Untermain; im Bündnis gegen Rechts zeigt sich fast exemplarisch das Auf und Ab, das für thematische Initiativen typisch ist.
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Ein Abbild von Mapec

Julia lernt Erzieherin. Und diese jungen Frauen können so manches. Zum Beispiel aus Stoff und Zubehör eine Tasche (so eine Art Geldbörse – aber für Geld zu schade) herstellen, die nicht nur den Namen Mapec trägt, sondern auch so aussieht – also etwa so wie Mapec nach fünf Bier. Die Kennerinnen der Person Mapec und die Kenner des wilden Lebens eben jenes Menschen namens Mapec mögen sich selbst vom gelungenen und treffenden Werk überzeugen:

„Gerechtigkeit ist ein Name Gottes“

Vor gut 10 Jahren starb die bedeutende und sehr beeindruckende Theologin Dorothee Sölle. Dies ist nun Grund für mich, meinen Nachruf aus dem Jahr 2003 – der damals in der Zeitschrift analyse & kritik (Hamburg) sowie im Gemeindeblatt anstoß (Miltenberg) in leicht unterschiedlichen Fassungen erschien – hier nochmals zu publizieren.


Foto: Initiative Kirche von unten

Dorothee Sölle – zwischen den Stühlen

Ob sie politisch links stehe, wurde Dorothee Sölle in einem Fernsehinterview einmal gefragt. (1) Selbstverständlich sei sie links, und zwar aus gutem Grund: denn die Welt sei doch nicht nur für die 20 % der Wohlhabenden da. Und das war das Typische an der nun im Alter von 73 Jahren plötzlich verstorbenen evangelischen Theologin: Ihr völlig selbstverständliches Engagement für die sozial Benachteiligten hier und weltweit, ihr Einsatz gegen den Krieg und für ökologische Belange war für die „feministische Ökosozialistin“ (Klaus Kreppel; 2) ein völlig unmissverständlicher Auftrag, der aus ihrer Hinwendung zum Christentum erwuchs. In ihrer moralischen Klarheit war sie ein Erlebnis, wenn sie – wie z.B. beim Evangelischen Kirchentag 2001 (3) – auf der Bühne stand, eine zierliche Frau mit einer enormen Ausstrahlung, und aus ihren Texten lass, manchmal mit etwas Pathos, den „Pathos ist mir eine wichtige Kategorie“. (4)
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