Kunst kann vorwegnehmen, was die Gesellschaft noch zu erbringen hätte

Ansprache zur Vernissage der Ausstellung mit Werken von Gunhild Schneider am 7. Juli 2017, Café fArbe, Miltenberg

Als ich die schon seit einigen Tagen hier im Café fArbe hängenden Bilder zum ersten Mal bewusst ansah, hatte ich gleichzeitig zwei Empfindungen. Die eine sagte mir, dass das keine Neuerfindung der Kunst ist, nichts, was ich nicht in ähnlicher Weise schon anderswo gesehen hätte, so mein Eindruck. Die zweite fast gleichzeitige Empfindung sagte mir: Das, was du hier siehst, ist gut! Versuchen wir also, diesen beiden Eingebungen, die nicht unbedingt sofort deckungsgleich zu bringen sind, nachzugehen. (mehr…)

Einen Dank an euch

Anfang Juli in Umpfenbach (das muss man nicht kennen) mit MALi beim Sonnenuntergang entstand obiges Foto.

Aber eigentlich ist das nicht der Grund für diese Zeilen. Ich wollte mich mal bedanken. Bei Nina und Daniel, bei MALi und Martina und Christian für den Beistand gestern. Es ist gut, in Krisen hilfreiche Menschen um sich zu haben. Denn „Keine Schuld ist dringender als die, Danke zu sagen“ (Marcus Tullius Cicero, römischer Redner und Schriftsteller). Daher: Danke! Ich hoffe auch weiterhin auf hilfreiche Menschen um mich herum. Und an Dich, Mathias, die Feststellung: Wer solche guten Freunde hat, dem wird es letztlich doch gut ergehen.

„Ich flieg nach Dresden und lande nicht“

Mit keinem anderen Satz können deutsche Neonazis und andere Leitkulturextremisten mehr auf die Palme gebracht werden als mit „Ich flieg nach Dresden und lande nicht“! Und dieses Zitat bringt Yohazid in obigem Song (oder wie nennt sich das nun richtig bei einem Stück, das für meine Ohren Rap ist, aber da gibt es sicherlich auch schon wieder einen spezielleren Terminus, oder?).

Festzustellen ist insgesamt, dass er wieder sehr produktiv ist, der Yohazid aus Frankfurt am Main (nicht an der Oder – aber da soll es auch ein oder zwei nette Menschen geben, habe ich mir mal sagen lassen). Schön so. Nur warte ich auch darauf, dass er mal wieder die Klampfe auspackt und am Lagerfeuer einige Lieder … quatsch, das ist ein Scherz … dass er mal wieder Singer-Songwriting macht. Und ich bin informiert, dass eine immense Schar an Fans auch darauf wartet. … Nun, zumindest so drei oder fünf … Also, Yohazid mach mal!

Schonmal vorab: Yohazid mit Mapec im JUZ Miltenberg im September LIVE. Näheres folgt.

Eine Altstadt mit drei Ausstellungen

Pünktlich mit dem Beginn des Juli konnte ich mich mal wieder zu einem ausgedehnten Galerien-Rundgang aufraffen. Zusammen mit MALi waren die drei Ausstellungsöffentlichkeiten in Klingenbergs Altstadt das Ziel. (mehr…)

Gold und Mist

Reden ist Gold und schweigen ist Mist!

- MALi -

Da liegt sie richtig! Der bösartige Volksmund will es zwar anders wissen, wonach das Reden nur Silber sei und das Schweigen sei Gold, aber das ist nur der Lehrspruch für angehende Duckmäuser, deutsche Untertanen, erbärmliche Knechtskreaturen (die schon pathologisch ihr Maul halten) sowie Gefühlskrüppel (die nicht über ihre Gefühle sprechen können). Hingegen sage auch ich: Reden hilft, reden heilt, reden sorgt für Lustgewinn!

Eine Brunnenskulptur als Beispiel für einfach schlechte Kunst

Man stelle sich mal vor: Die Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt werden von den umliegenden Ortschaften verhöhnt. Wie zum Beispiel die Miltenberger als „Staffelbrunser“. Weil, wie die historisch bestreitbare Behauptung es will, die Bürgerinnen und Bürger der Kreisstadt weit überdurchschnittlich oft von den Stufen (= Staffeln) vor den Häusern – oder auch an diese, wie eine andere Lesart behauptet – uriniert haben sollen. Nun würde in jeder einigermaßen als intelligent gelten wollenden Stadt so etwas mit dem Blick der Verachtung gestraft werden. Man würde sich ganz einfach nicht zu diesem Dünnpfiff der Nachbarn äußern. Nicht so in Miltenberg am Main. Hier ist der gemeine Mann und die ebenso gemeine Frau sogar stolz auf diesen urinösen Namen, der ihnen einst zum Zwecke des höhnischen Spotts verliehen worden war. Nicht nur das: Sie nehmen echtes Geld in die Hand und lassen sich ein Staffelbrunser-Denkmal setzen: Drei Jungs, die in hohem Bogen urinieren. Das Ganze als Brunnen in Bronze gegossen.

Der ganze Beitrag findet sich bei kunst.blogsport.de.

Biergarten, Geschäft und der Krach

Hat der „in diesem unserem Lande“ (Kohl) so weit verbreitete Unfug, sich beständig Vorwände für das kollektive Zuführen rauscherzeugender Flüssigkeiten zu verschaffen, irgendetwas mit Kultur zu tun? Ja. Es ist die Kultur derer, die in ihrem Leben zu wenig solidarische Kollektivität, zu wenig echte Erregung, zu wenig beglückenden Spaß, zu viel an Arbeitslangeweile oder wahlweise Arbeitsstress haben, die einmal wirklich abschalten oder wirklich etwas erleben wollen. Es ist die Kultur von uns allen. Dass wir aber genau mit diesen kollektiven Besäufnissen eben nicht dahin kommen, wo wir gerne hinkämen – geschenkt.

Der ganze Beitrag findet sich hier.

Entschleunigt euch!

Entschleunigung ist so ein Wort, das ich eigentlich nicht mag. So gewollt, so postmodern, so ganz in den Gegenwartsdiskurs passend, bei dem es dann doch immer nur um Effektivität und Produktivität, um Anpassung an die Vermarktung geht. Ich verwende das Wort aber dennoch. Weil mir keines einfällt, das so schön in Opposition zur Beschleunigung steht. Und weil es irgendwie lustig klingt: Entschleunigung.
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WALD – Ausstellung mit Fred K, Mapec und OK.

ERGÄNZUNG!
Die Ausstellung wurde geschoben auf den Januar 2018. Ggf. werden wir da noch einige Überraschungen anbringen können – eine mehrteilige Ausstellung. Mal sehen …

Im August 2017 soll die Ausstellung WALD mit Exponaten von Fred K, Mapec und OK. in Miltenberg stattfinden.

Hier gibt es die Facebook-Seite dazu.

Weitere Infos demnächst hier.

Sauberkeit und Lebensverschwendung

Ein wunderbar sauberes und sehr aufgeräumtes Haus ist ein untrügliches Zeichen – und zwar für ein völlig verschwendetes und sinnfreies Leben.

(Autor unbekannt)



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