150 Jahre SPD …

… tun dem Kapital nicht weh! (Überschrift nach TREND)

kriegskredite gewährt, unliebsame genossen und genossinnen umlegen lassen, grundrecht auf asyl abgeschafft, ersten angriffskrieg der bundesrepublik deutschland geführt, hartz IV eingeführt, sarrazin nicht rausgeworfen … aus welchem grund sollte man nochmal der SPD zum 150. gratulieren und nicht ihre auflösung fordern?

Das gab es heute bei Facebook. Das Zitat sei von Torsun Burkhardt, ich konnte es dort aber nicht finden. Nun denn.

Bleibt nur zu ergänzen: Und die „Nachrüstung“ (Aufrüstung der NATO mit neuen atomaren Waffen)? Und der so genannte Redikalenerlass (Berufsverbote für linke (!) Beamte)? Alles unter SPD-Regierungen durchgeführt. Dass sie auch das Atomprogramm nicht wirklich stoppten, das ist schon fast nebensächlich. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen … Soweit zur schönen 150jährigen Geschichte der Sozialdemokratie in Deutschland.
Der geschichtlichen Wahrheit halber sei angemerkt: Im März 1933 stimmten die SPD-Reichstagsabgeordneten als einzige gegen das Ermächtigungsgesetz der Nazis (die Abgeordneten der KPD konnten bereits wegen Inhaftierung etc. nicht mehr an der Abstimmung teilnehmen). Man traut der SPD heutzutage eine solche Aufrichtigkeit beim besten Willen nicht mehr zu. Leider.

Chaos regiert …

… oder wie ich den Sinn suchte.

Ein neues Blog sei hier mal ganz einfach vorangemeldet.

Streik gegen Hitler

Ja, das gab es: Ein Streik gegen Hitler. Mitten in der Provinz. Damit dieses fast vergessene Kapitel deutscher Geschichte nicht vollständig in Vergessenheit gerät, möchte auch ich mein Scherflein beitragen und auf dieses Ereignis unddie heutige Diskussion dazu hinweisen.

Juli Kapelle – Sehr dunkelbunt

Mit dem Eurovision Song Contest von gestern beschäftige ich mich hier nicht. Da hat, erwartbar, ein Pop-Konsenslied gewonnen. Stattdessen präsentiere ich hier etwas völlig ohne Konsensgeschwurbel:

Dank an Achim, den Herrn Kapellmeister der Juli Kapelle.

Keine Wahl haben

Mein Nichtwählen hat aber natürlich überhaupt nichts mit Politikverdrossenheit zu tun, und auch nichts mit Politikmüdigkeit, sondern es ist im Gegenteil die Folge davon, dass ich politisch denke.

Antje Schrupp

CD mit DAS STACHEL und MAPEC und anderen – komplett zum Download

Die neue CD von das Stachel kann unter diesem Link komplett und kostenfrei heruntergeladen werden.

Muttertag

An alle Frauen mit Kindern (= Mütter): Yohazid spielt Euch den Blues! Und seine komischen Verrenkungen vor der Kamera, na, die sollt Ihr nicht so ernst nehmen …

Heute vor 80 Jahren: Bücherverbrennung

Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen. (Heinrich Heine)

Und das taten sie dann auch, die Nazis; zuerst Bücher verbrennen und dann die Welt in Brand stecken.

Ja, der Mai ist ein geschichtsträchtiger Monat mit vielen Gedenk- und Bedenktagen.

Heute vor 68 Jahren …

… feierte die Welt das Ende des Nazi-Terrors, die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Dank den alliierten Soldaten, die vollbringen musten, wozu die deutsche Bevölkerung unfähig war: die Beseitigung von Nazisystem und Militarismus.

Schwundgeld? Nein, schwindender Verstand und verschwundene Menschlichkeit

Der Mainstream der Globalisierungskritik trennt, was nicht zu trennen ist: Staat und Kapital, Finanzkapital und Industriekapital, Wirtschaft und Gesellschaft. Es gibt keine »Marktwirtschaft« ohne Kapitalismus, ohne Banken und Börsen. Jeder Unternehmer spekuliert auf Gewinn, bevor er investiert. Geld und Devisen sind nicht erst im Zeitalter der New Economy eine Ware geworden, mit der gehandelt wird, sondern waren dies schon zu Zeiten des Eisenbahn-Booms im 19. Jahrhundert.

Das schreibt Fildelche bei einer Besprechung eines Buches zur Kritik an der Theorie von Silvio Gesell – und führt an anderer Stelle aus:

Die Zinswirtschaft bewirkt laut Gesell eine unnatürliche Auslese, führt zu Unzucht, Sodomie, Verbrechen und Krieg, zu einer »Umkehrung der Auslesegesetze«. Dagegen würde in seinem Manchesterkapitalismus ohne Zins und Bodenrente »ein natürlicher, rein persönlicher« Kampf ums Dasein geführt, so daß »die Brut der Tüchtigeren bessere von ihren Eltern vorbereitete Lebensverhältnisse vorfinden (sic!) als die Brut der Dummen, Faulen, Lasterhaften oder Schwachen und Kranken«. Vom Staat forderte Gesell »die unbedingte Anerkennung der Notwendigkeit einer unablässigen scharfen Auslese von allem Minderwertigen unter den Menschen«.

Schließlich stellt Fildelche fest:

Die Gesellianer sind Krisengewinnler. Es ist zu erwarten, daß die aktuelle Krise ihnen ebenso wie die Depression der 1930er Jahre größeren Anhang verschafft. Sie verstärken falsche Vorstellungen über Geld und Kapitalismus und behindern damit aufklärerische und emanzipatorische Prozesse. Im schlimmsten Fall befördern sie antisemitische Vorurteile, verbreiten sozialdarwinistische und rassenhygienische Lehren, die, wie der Erfolg Thilo Sarrazins zeigt, auf große Resonanz stoßen, und bereiten damit wie im Kaiserreich und in der Weimarer Republik faschistischen Tendenzen den Boden.

Die Beschäftigung mit dem Schwundgeld-Apostel Gesell und seinen einerseits rassistischen und andererseits völlig verkürzten Ideen scheint nötig. In dem verlinkten Beitrag wird ein neues – und offenbar sehr brauchbares – Buch zum Thema empfohlen.