ODILIE | ÜBERMALUNGEN

Vitrinenausstellung in St. Jakobus d.Ä., Miltenberg ab diese Woche – nähere Infos folgen.

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Der Ausgangspunkt des Ganzen:

Politik? Ja …

Politik – das ist doch sowas Klebriges und Unschönes. Wer will denn damit zu tun haben? Ich nicht. Doch dann kommt es immer wieder anders. Auf der Suche nach der Schönheit des Spirituellen, nach der Kraft des Kreativen, nach der Hilfe des Humors oder nach der Lust an der Liebe komme ich doch nicht an dem vorbei, was uns das Leben so beklommen macht, so unfertig und verwundet, so falsch und oberfalsch: Politik und Ökonomie.

Und so vertreibe ich mir die Zeit – nein: so ringe ich mir die Worte ab, um diesen ganzen Scheiß zu beschreiben, der meiner Seele, meiner Psyche, meinen Leib und meinem Verstand angetan wird. Es entstanden dabei in jüngster Zeit zwei Gedichte über die Vorkommnisse in Hamburg, besser: über die Diskussion der Vorkommnisse in Hamburg. Eine Diskussion, die viel über Interessen sagt, über Neid und über reaktionären Untertanengeist (Sigmund Freud hätte sich in seiner Idee von den deutschen Sekundärtugenden mal wieder bestätigt gefühlt!).

Zu finden sind meine bescheidenden Versuche, das ganz unbescheiden Ekelhafte zu beschreiben HIER und HIER.

Politik? Ja, irgendwie … Aber bitte: Ich kann nix dafür, ich habe das nur vorgefunden, nicht gemacht!

Über Faschisten


Särge für Flüchtlinge, ertrunken im Mittelmeer, nach einem Foto von Pro Asyl

„Diese vermummten Linksfaschisten zerstören die Autos“
sagt Jens Spahn, CDU-Bundestagsabgeordnerter über randalierende Demonstranten in Hamburg 2017

Die Faschisten zerstören Menschenleben,
die „Linksfaschisten“ aber Autos.
Das ist viel schlimmer!

Die Faschisten brennen Flüchtlingsunterkünfte an (mit Menschen drin),
die „Linksfaschisten“ brennen Autos ab (ohne Menschen drin).
Das ist viel gewalttätiger!

Die Faschisten applaudieren, wenn Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen,
die „Linksfaschisten“ wollen das sogar noch verhindern, das Ersaufen.
Das ist sehr verwerflich!

Die Faschisten sind mit der Wirtschaftsordnung ziemlich zufrieden,
die „Linksfaschisten“ wollen das alles verändern.
Das geht überhaupt nicht!

Jens Spahn ist ein ausgewiesener Demokrat und Christ.
Die „Linksfaschisten“ sind Nazis und nach Schwefel stinkende Antichristen.
Stimmt aber auch nicht.

Herr Spahn ist ein gut bezahlter wort-militanter Wahlkämpfer.
Die „Linksfaschisten“ sind unbezahlte Überzeugungstäter oder arme Kerle.
Das zumindest stimmt aber.

Museum „mutter“

Auf dem Blog von 12M26 erschien eine Notiz über den Besuch im Museum „mutter“ in Amorbach. Dazu einige nette Fotos.

Ich war dabei und verlinke daher mal den Beitrag.

Y o h a z i d feat. M a p e c

Mapec & Yohazid lesen eigene Texte
danach:
YOHAZID LIVE – das Solokonzert
Freitag, 22. September
19 Uhr
Miltenberg, Jugendzentrum ThirTeen
Eintritt frei

Distanzierung

1
Nach der jüngsten Auseinandersetzung

zwischen
der Polizei mit Wasserwerfern,
Helmen und Körperpanzern,
Schlagstöcken und Kampfgas,
gepanzerten Fahrzeugen und Maschinenpistolen
einerseits
(mehr…)

Verletzlichkeit und Aufstehen

Michael Morgner (in der Fotocollage oben links) ist jener Künstler, der seit letzter Woche im Museum Birg Miltenberg im Rahmen einer Sonderausstellung ausstellt. Erwartbar ist, dass ich nun einige Worte dazu verliere, zumal ich bei der Vernissage (s. die Fotocollage) anwesend war.

Mein erstes Lieblingsbild im Burgmuseum zu Miltenberg war eines von Morgner, betitelt Ecce Homo, eine Betitelung, die er öfter verwendet. Wir sehen das Werk in der zweiten Reihe auf dem linken Bild der Fotocollage neben dem Künstler. Heute kann ich beim besten Willen nicht mehr angeben, was mein Liebslings-Exponat auf der Burg ist, es sind einfach zu viele Werke, die mir ans Herz gewachsen sind, die mir viel bedeuten. In jedem Fall war aber Morgner einer der Künstler, die mir sofort aufgefallen sind. Und das völlig berechtigt.
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Yohazid ist politisch

Kürzlich waren MALi und ich bei ihm in FFM. In seiner Einzimmerwohnung, die auch seine Kreativzelle ist, und danach im Günthersburgpark sprachen wir über vieles, auch über Politik. Sein letzter musikalischer Beitrag passt da rein, siehe oben. Gemeint ist Yohazid. Und der Termin im September im JUZ Miltenberg (zwei ältere Herren unterhalten die Jugend mit ewigen Weisheiten – oder so) steht noch immer. Mehr dazu später.

Ja, Yohazid ist nicht nur liebenswert, kreativ, intelligent, freundlich – sondern auch politisch. Und das ist auch gut so (nein, schwul ist er nicht).

Kunst kann vorwegnehmen, was die Gesellschaft noch zu erbringen hätte

Ansprache zur Vernissage der Ausstellung mit Werken von Gunhild Schneider am 7. Juli 2017, Café fArbe, Miltenberg

Als ich die schon seit einigen Tagen hier im Café fArbe hängenden Bilder zum ersten Mal bewusst ansah, hatte ich gleichzeitig zwei Empfindungen. Die eine sagte mir, dass das keine Neuerfindung der Kunst ist, nichts, was ich nicht in ähnlicher Weise schon anderswo gesehen hätte, so mein Eindruck. Die zweite fast gleichzeitige Empfindung sagte mir: Das, was du hier siehst, ist gut! Versuchen wir also, diesen beiden Eingebungen, die nicht unbedingt sofort deckungsgleich zu bringen sind, nachzugehen. (mehr…)

Einen Dank an euch

Anfang Juli in Umpfenbach (das muss man nicht kennen) mit MALi beim Sonnenuntergang entstand obiges Foto.

Aber eigentlich ist das nicht der Grund für diese Zeilen. Ich wollte mich mal bedanken. Bei Nina und Daniel, bei MALi und Martina und Christian für den Beistand gestern. Es ist gut, in Krisen hilfreiche Menschen um sich zu haben. Denn „Keine Schuld ist dringender als die, Danke zu sagen“ (Marcus Tullius Cicero, römischer Redner und Schriftsteller). Daher: Danke! Ich hoffe auch weiterhin auf hilfreiche Menschen um mich herum. Und an Dich, Mathias, die Feststellung: Wer solche guten Freunde hat, dem wird es letztlich doch gut ergehen.



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